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AUSBAU: Liechtensteiner Fürstenbank expandiert in Deutschland

Die Privatbank LGT aus dem Fürstentum Liechtenstein will trotz Finanzkrise in Deutschland expandieren. Konkurrent VP Bank hält sich dagegen zurück.

“Wir werden demnächst eine neue Niederlassung in Düsseldorf und eine Außenrepräsentanz in Nürnberg eröffnen”, sagte LGT-Deutschlandchef Roland Schubert in einem Zeitungsinterview. Bislang ist die größte Liechtensteiner Bank in sieben deutschen Städten vertreten. Der Deutschland-Statthalter der Fürstenbank will die LGT zu einer der drei führenden deutschen Privatbanken ausbauen. Gegenwärtig verwaltet die LGT in Deutschland drei Mrd. Euro, weltweit 57 Mrd. Euro.

Dazu soll die Zahl der Kundenberater zunächst um 18 aufgestockt werden, so dass sich künftig 90 Mitarbeiter in der Vermögensberatung und im Kundenservice um die anspruchsvollen Kundschaft kümmern werden. Insgesamt beschäftigt die LGT dann in Deutschland 150 Mitarbeiter. Wegen der angekündigten Expansion plant das Institut erst für 2011 eine Rückkehr in die Gewinnzone.

Mit ihrer Strategie unterscheidet sich die LGT von anderen Privatbanken. Viele Institute scheuen derzeit Kosten für die Expansion. Die meisten privat geführten Banken wollen sparen, weil ihnen Erträge im Provisionsgeschäft wegbrechen. Wenn das Volumen der verwalteten Gelder aber sinkt – entweder weil die Wertpapierkurse gesunken sind oder weil Kunden ihr Geld wieder abziehen oder in risikoarme Produkte umtauschen – verringert sich auch der Gewinn der Banken.

Die Liechtensteiner Bank setzt derzeit offenbar voll auf Wachstum im Ausland. Erst vor einer Woche hat die LGT das Privatkundengeschäft der Dresdner Bank in der Schweiz von der Commerzbank gekauft.

Mit seinen mehr als 800.000 Dollar-Millionären gilt die Bundesrepublik als attraktiver, aber auch umkämpfter Markt. Neben einigen Schweizer Banken – darunter auch die staatliche Kantonalbank – hat zuletzt die französische BNP Paribas angekündigt, in das Geschäft mit der reichen Kundschaft einzusteigen.

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