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Abriss der Deutschen Bank-Zahlen fürs Investmentbanking im ersten Quartal

Die Quartalszahlen der Deutschen Bank sind raus und sie sind gut ausgefallen. Der Gesamtgewinn ist um 49 Prozent gestiegen und die Profite im Investmentbanking haben um 75 Prozent zugelegt – alle sind zufrieden.

Doch jenseits der fröhlichen Überschriften gibt es noch ein paar weitere Punkte anzumerken – einige sind erfreulich, andere nicht.

Vergütungen sind kräftig nach oben gesprungen

Wie wir bereits angemerkt haben, sind die Zahlen für die Pro-Kopf-Vergütung im Corporate und Investmentbanking (CIB) der Deutschen Bank nicht ganz verlässlich, da ein beträchtlicher Teil der im Back Office Beschäftigten nicht in die Mitarbeiterzahlen einfließen.

Dennoch … heißt dies keinesfalls, dass sich die Investmentbanker nicht auf dem besten Weg befinden, dieses Jahr mehr Geld zu verdienen. Denn die Pro-Kopf-Vergütungen sind im ersten Quartal um 27 Prozent gestiegen.

Die Mitarbeiter erhalten nur einen kleineren Anteil vom Gewinn

Der Marxismus scheint auf die Deutsche Bank nicht zuzutreffen.

Im ersten Quartal ist der Vergütungsanteil am Gewinn von 96 auf 70 Prozent gefallen. Dies ist ein historisch niedriger Wert: Im ersten Quartal 2008 machte das CIB einen großen Verlust und dennoch wurden annähern die gleichen Vergütungen gezahlt; im ersten Quartal 2007 beliefen sich die Vergütungen entsprechend auf 115 Prozent des Gewinns, in den ersten Quartalen 2006 und 2005 auf 103 und 112 Prozent.

Die Botschaft scheint klar zu sein: Obgleich die Gewinne zulegen, bekommen die Mitarbeiter weniger von dem Kuchen ab.

Die Deutsche Bank hat außerordentlich gut im Aktiengeschäft abgeschnitten

Im Vergleich zu anderen Banken, die bereits ihre Geschäftszahlen für das erste Quartal vorgelegt haben (JPMorgan, Goldman Sachs, BofA, Citigroup, Morgan Stanley und Credit Suisse) scheint die Deutschen Bank im Aktiengeschäft sehr gut abgeschnitten zu haben.

Die Bank betont, dass die Erträge aus dem Aktienhandel die höchsten seit dem vierten Quartal 2007 sind. Ihr Marktanteil an den Erträgen wuchs von 3,1 im letzten auf 12,8 Prozent in diesem Jahr (zum offensichtlichen Nachteil von JPMorgan, Citigroup und Credit Suisse, die alle dramatisch verloren).

Im Fixed Income-Geschäft wuchs der Marktanteil der Deutschen Bank an den Erträgen von 14 auf 15 Prozent. Im Investmentbanking legte ihr Marktanteil von 7,9 auf 10 Prozent zu. Damit handelt es sich – alles in allem – um kein schlechtes Quartal.

Neueinstellungen sind verhalten im Vergleich zu den europäischen Rivalen

Obgleich die Deutsche Bank in den zurückliegenden Wochen einige bedeutende Neueinstellungen verzeichnen konnte, steigt ihre Mitarbeiterzahl langsamer als bei den Rivalen.

Eben jene Zahl der Beschäftigten stieg um 188 oder um 1,3 Prozent im vergangenen Quartal. Die Credit Suisse hat 600 neue Mitarbeiter (3%) eingestellt, Goldman 600 (1,8%) und JPMorgan 323 (1,3%).

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