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Sal. Oppenheim dementiert Bericht zu Sozialplänen

Das seit 2007 in Luxemburg ansässige größte europäische Privatbankhaus Sal. Oppenheim soll einem Medienbericht zufolge offenbar größere finanzielle Probleme als bislang bekannt haben.

Neben einer Kapitalspritze von den Gesellschaftern und einem anvisierten Verkauf der Frankfurter Tochter BHF-Bank bereitet das Institut einen Sozialplan vor, berichtet das Manager Magazin in seiner neuesten Ausgabe. An einem nicht näher genannten Standort sollen demnach 20 bis 30 Prozent der Mitarbeiter gehen.

Ein Sprecher von Sal.Oppenheim reagierte umgehend und wies die Behauptungen auf das Schärfste zurück.

Das von der Finanzkrise getroffene Institut hatte im Dezember Einsparungen von 100 Mio. Euro bestätigt. In Finanzkreisen wurde auch ein kleinerer Stellenabbau nicht ausgeschlossen. Der Konzern einschließlich der Tochter BHF-Bank beschäftigt 4.200 Mitarbeiter, davon die Hälfte bei Sal. Oppenheim.

Das stark im Investmentbanking engagierte Geldhaus sondiert derzeit den Markt für einen möglichen Verkauf der BHF-Bank, um frisches Geld in die Kassen zu bekommen. Ob es dazu kommt, ist aber noch offen. Parallel dazu wollen die Familiengesellschafter der Bank rund 200 Millionen Euro frisches Kapital zuschießen.

Für die BHF-Bank wird Sal. Oppenheim vermutlich nicht mehr als eine Mrd. Euro bekommen. Vor Ausbruch der Finanzkrise hatte die Großbank Credit Suisse noch 1,9 Mrd. Euro geboten, was Sal. Oppenheim offenbar zu wenig war. Dass Sal. Oppenheim bei den derzeitigen schlechten Preisen überhaupt einen Verkauf der Tochter erwägt, deutet auf einen Notverkauf hin.

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