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Allianz in Lederhosen: Baader Bank drängt mit Helvea-Übernahme auf internationalen Markt

Nico Baader leitet bei familieneigenen Baader Bank das Kapitalmarktgeschäft.

Nico Baader leitet bei familieneigenen Baader Bank das Kapitalmarktgeschäft.

Die kleine Baader Bank aus Unterschleißheim bei München übernimmt den noch kleineren Broker Helvea aus Genf. Damit steigt die Mitarbeiterzahl im Kapitalmarktgeschäft um 40 auf 110 an. Mit der Übernahme will Baader zu einem führen Broker für deutschsprachige Aktien avancieren, wie ein Unternehmenssprecher am heutigen Montag (5. August) betonte.

Bislang erstreckt sich das Research der Münchner lediglich auf deutsche und österreichische Werte.  Mit der Übernahme von Helvea mit Büros in Genf und Zürich stoßen weitere neun Analysten zu Baader, die vor allem Schweizerische Aktien betreuen.

Auch bei den betreuten Sektoren würden sich beide Teams gut ergänzen. „Es gibt kaum Überschneidungen“, sagte der Sprecher. Künftig würden einzelne Schweizer und deutsche Analysten – je nach Sektorexpertise – auch Aktien aus dem jeweils anderen Land betreuen.

Neben den beiden Schweizer Standorten besitzt Helvea auch Vertriebsniederlassungen in London, New York und Montreal. Durch die Akquisition von Helvea wolle die Baader Bank ihre Distribution in Amerika stärken. „Die Nähe zum Kunden tut uns sicher gut“, ergänzte der Unternehmenssprecher.

„Die langjährigen Geschäftsbeziehungen von Helvea sind eine hervorragende Grundlage, das Aktiengeschäft der Baader Bank deutlich auszubauen“,  sagte Oliver Riedel, der künftig zusammen mit Christian Bacherl den Bereich Corporates & Markets bei Baader leiten wird. „Durch die Expertise der Baader Bank-Kollegen kann Helvea Schweizerischen Unternehmen auch Kapitalmarkt-Dienstleistungen wie Börsengänge, Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen anbieten“, betonte Bacherl.

Die Akquisition ist bereits in trockenen Tüchern. „Die Genehmigungen der zuständigen Aufsichtsbehörden in der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und den USA liegen vor“, hieß es von der Bank. Daneben erhofft sich die Baader Bank Synergieeffekte bei der technischen Handelsinfrastruktur. Vorerst  sei kein weiterer Personalaufbau vorgesehen. Die Münchner hatten in den vergangen Jahren ihr Research deutlich gestärkt.

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