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Bei Goldman Sachs sprudeln die Gewinne und Boni wieder

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Goldman Sachs ist zurück. So kletterten die Erträge im zweiten Quartal gegenüber über dem Vorjahreszeitraum um 30 Prozent auf 8,61 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn verdoppelte sich sogar auf 1,93 Mrd. Dollar, wie das Institut am heutigen Dienstag (17. Juli) mitteilte. Und auch die Vergütungen legten zu.

So hat die US-Investmentbank für Gehälter und Boni zwischen April und Juni 3,7 Mrd. Dollar ausgegeben, was ein Plus von 27 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2012 bedeutet. Unter dem Strich stiegen die Gesamtvergütungen pro Kopf im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf rund 254.000 Dollar. Falls dieser Trend anhalten sollte, dann könnte sich jeder Goldman Sachs-Mitarbeiter über eine halbe Million Dollar im Gesamtjahr freuen.

Laut Goldman Sachs-Finanzchef Harvey Schwartz erfahre die Bank derzeit auch einen „Rückenwind im Recruitment“. Immer mehr Leute wollten für die umstrittene Investmentbank arbeiten. Erst kürzlich meldete das Institut, dass lediglich 2 Prozent der Bewerber tatsächlich einen Praktikumsplatz erhielten. Darüber hinaus hätten ehemalige Goldman Sachs-Angestellte auch bei anderen Arbeitgebern exzellente Chancen. „Goldman Sachs-Mitarbeiter sind immer sehr gefragt und unsere Wettbewerber versuchen sie immer abzuwerben“, sagte Schwartz kürzlich.

Dabei hat Goldman Sachs zwischen 2011 und Mitte 2012 ihre Kosten um 1,2 Mrd. US-Dollar gesenkt. Damit sei die Bank Schwartz zufolge gut für die Zukunft gerüstet. Zwar werde auch weiterhin Personal abgebaut, allerdings handle es sich eher um eine Feinabstimmung als einen Kahlschlag. So seien 300 Jobs in den vergangenen drei Monaten weggefallen und nur 600 Stellen binnen Jahresfrist.

Nachdem die Quartalsergebnisse verkündet wurden, gab der Aktienkurs jedoch nach. Doch die Mitarbeiter dürften auch dies verschmerzen. Schließlich hat der Wert im vergangenen Jahr um 66 Prozent zugelegt, was vor allem für die aufgeschobenen, aktienbasierten Vergütungsbestandteile der Mitarbeiter eine gute Nachricht darstellt. Noch erfreuter dürften allerdings die Mitarbeiter von Citi sein. Deren Aktienkurs verdoppelte sich in dem gleichen Zeitraum sogar.

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Kommentare (1)

Comments
  1. Mein Kommentar zu diesem Artikel: Gähn… Mich beschleicht immer wieder das Gefühl, dass Akademiker, speziell Ökonomen, die sich tatsächlich fürs Investmentbanking interessieren, an Minderwertigkeitskomplexen leiden, deshalb eine möglichst monetär lukrative Anstellung suchen, bedauerlicherweise aber zu wenig begabt für wirklich interessante Beschäftigungen sind.

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