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Woran die Zusammenarbeit mit einem Recruiter scheitern kann

Ablage P.

Ablage P.

Die Zusammenarbeit zwischen Kandidaten und Recruitern gestaltet sich nicht immer konfliktfrei. Wir haben zusammengetragen, wo Fallstricke lauern:

1. Ein Recruiter leitet Ihren Lebenslauf nur weiter, wenn er perfekt ist

Falls Sie bislang im Equity Sales gearbeitet haben und sich jetzt auf einen Job in Credit Sales bewerben, dann sollten Sie auf keinen Rückruf von einem Recruiter hoffen. Denn schließlich besteht die Aufgabe eines Recruiters darin, einen passgenauen Kandidaten für einen Job zu finden. Personalvermittler sind hingegen nicht dafür da, nette Leute in Stellen hineinzuzwängen, die sie womöglich erfüllen könnten, für die sie aber keinerlei einschlägige Berufserfahrung mitbringen. Falls Sie also einen Recruiter bitten, Sie in ein unpassendes Profil hineinzuzwängen, dann landet Ihr Lebenslauf ganz schnellt in der Ablage P (P für Papierkorb).

2. Recruiter verändern Ihren Lebenslauf ohne Ihr Wissen

Auch wenn dies keinesfalls der Regelfall ist, kommt es doch gelegentlich vor. Viele Recruitmentfirmen übertragen Ihren Lebenslauf in ein eigenes Template, bevor sie ihn an einen Kunden weiterleiten. Dabei können Sie kleinere Veränderungen vornehmen oder Punkte auslassen. Eine Bewerberin erzählt, wie ein Recruiter eine berufliche Station vollständig entfernt hat, auf die sie während des Vorstellungsgespräches verwies. Daraufhin erntete sie von den Gesprächsteilnehmern erstaunte Blicke.

3. Recruiter werden nur im Erfolgsfall bezahlt

Falls Sie von einem Arbeitgeber direkt eingestellt werden, erhält ein Recruiter keinen Cent. Wenn Sie jedoch von einem Headhunter oder Recruiter vermittelt werden, dann erhält dieser für seine Dienste ein Honorar in Höhe von 10 bis 30 Prozent Ihres ersten Jahresgehalts. Dies bedeutet jedoch auch, dass es für Banken recht attraktiv ist, neue Mitarbeiter direkt einzustellen. Dies gilt besonders für schwierige Zeiten, wenn die Budgets unter Druck geraten.

4. Recruiter sind im entscheidenden Moment nicht verfügbar

Laut einem Recruiter komme dies häufig vor. Doch wenn ein Recruiter mysteriöserweise in der heißen Phase einer Bewerbung nicht verfügbar ist, heißt das noch lange nicht, dass Sie sämtliche Chancen auf den Job begraben können, erzählt Recruiter Simon Head von Correlate Search. Freilich betont Head, dass so etwas bei ihm nicht vorkomme. „Als Headhunter hängen Sie davon ab, dass die Banken Sie mit Feedback versorgen. Falls dies ausbleibt, dann können Sie dem Kandidaten auch nichts erzählen. Einige unerfahrene Recruiter drücken sich in dieser Situation vor dem Gespräch mit Kandidaten“, sagt Head.

5. Recruiter hören Sie nach den Namen von Kollegen aus

Es gehört schon fast zum Standardvorgehen, dass Recruiter Kandidaten nach den Namen von Kollegen und ehemaligen Kollegen aushören, um die Namen zur ihrer Datenbank hinzuzufügen. Falls Ihnen derartige Informationen entschlüpfen sollten, dann sollten Sie sich nicht wundern, wenn ein werter Kollege den fraglichen Job an Ihrer Stelle erhält.

6. Ein Recruiter platziert einen besseren Kandidaten als Sie

Jeder ist sich der Nächste; das gilt auch für Recruiter. „Kandidaten müssen sich bewusst sein, dass nicht Sie den Headhunter bezahlen, sondern dass der Headhunter oder Recruiter für seinen Kunden arbeitet“, erläutert Head. „Der Headhunter muss dem Kandidaten Respekt entgegenbringen, dennoch muss er die Interessen der Kunden zuerst berücksichtigen.“

7. Recruiter können Bewerber versehentlich demotivieren

Mancher Recruiter verspricht einem Kandidaten, sich in den kommenden Wochen bei ihm zu melden. Doch falls sich der Arbeitgeber in dieser Zeit nicht meldet, dann kann auch der Recruiter kein Feedback geben. Für den Kandidaten kann eine solche Entwicklung frustrierend und demotivierend ausfallen.

8. Recruiter betreiben Missmanagement

Im Recruitmentgeschäft dreht sich alles darum, die Erwartungen des Kandidaten mit denen des Arbeitgebers in Einklang zu bringen. Dazu muss der Recruiter auch zwischen den Zeilen lesen können, wenn z.B. ein Kandidat mehr Geld erwartet und ein Kunde dies nicht zahlen möchte. Gelegentlich ist ein Kandidat auch so erpicht auf einen Job, dass er ihn annimmt, ohne mehr Geld zu erhalten. Und es gibt auch Situationen, wo es schlicht keinen Verhandlungsspielraum gibt. Dies zu erkennen, obliegt laut Head dem Recruiter. Wenn er nicht zwischen den Zeilen zu lesen versteht, kann er das gesamte Geschäft ruinieren.

9. Recruiter befördern Sie auf ihre schwarze Liste

Wenn sich Kandidaten auf die unterschiedlichsten Jobs bei dem gleichen Recruitment-Unternehmen bewerben – auch wenn Sie nicht wirklich für den fraglichen Job geeignet sind, dann drohen sie auf eine schwarze Liste zu geraten. Laut dem Chef eines Recruitment-Unternehmens handle es sich dabei um eine gängige Praxis.

10. Recruiter geben ihnen schlechte Referenzen

Schriftliche Referenzen zählen oft nicht viel. Wesentlich wichtiger sind indes mündliche Referenzen. Falls sich ein Arbeitgeber über Sie informieren will, dann kann er auch einschlägige Recruiter anrufen. Falls der Recruiter dann erzählt, dass Sie ihn mit den Bewerbungen für die unterschiedlichsten Jobs überschütten, dann kommt das ganz gewiss nicht gut an. „Es handelt sich um eine Grauzone“, sagt der Chef des Recruitment-Unternehmens.

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