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Zehn M&A-Boutiquen, für die Sie arbeiten sollten

Frank Quattrone, Quatalyst Group

Frank Quattrone, Quatalyst Group

Im M&A-Geschäft scheint es derzeit nicht sonderlich gut zu laufen. Laut dem Credit Suisse-Analysten Howard Chen ist das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen auf den niedrigsten Stand seit elf Jahren abgestürzt. Zwischen Januar und Juli hat der Wert der Transaktionen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,5 Prozent nachgegeben. Die Deutsche Bank hat es überproportional getroffen – und das sogar auf den Heimatmärkten.

Unter der Schwäche haben besonders Banken und Boutiquen zu leiden, die einen Schwerpunkt im M&A-Geschäft unterhalten. So ist beispielsweise der Gewinn der französisch-amerikanischen Investmentbank Lazard im ersten Quartal um 40 Prozent eingebrochen. Doch selbst in diesem schwierigen Geschäftsumfeld konnten sich einige Boutiquen behaupten. Wir haben die wichtigsten Deals zusammengestellt. Falls sie selbst zu einer Boutique wechseln wollen, dann sollten Sie die Liste eingehend studieren.

1. Lion Tree Advisors

Dabei handelt es sich gewissermaßen um ein M&A-Startup, das im vergangenen Jahr von zwei ehemaligen Investmentbankern der UBS gegründet wurde. Lion Tree Advisors ist an dem 24 Mrd. Dollar schweren Übernahmeangebot für Virgin Media und an Michael Dells 20 Mrd. Dollar-Angebot für Dell Inc. beteiligt.

2. Moelis & Co

Moelis & Co wurde von dem Wall Street-Veteran und Deal Maker Ken Moelis in 2007 gegründet. Die Boutique arbeitet am 15 Mrd. Dollar-Übernahmeangebot von Thermo Fisher Scientific für Life Technologies, an dem 8 Mrd. Dollar-Angebot des griechischen Stabilisierungsfonds für die EFG Eurobank Ergasias und dem 27 Mrd. Dollar-Angebot von Berkshire Hathaway und 3G für die Ketschuphersteller Heinz.

3. Perella Weinberg

Die M&A-Boutique wurden von den Bankenveteranen Joseph Perella und Peter Weinberg in 2006 gegründet. Perella Weinberg arbeitet am 13 Mrd. Dollar schweren Übernahmeangebot von Vodafone für Kabel Deutschland. Damit schob sich Perella Weinberg unter den größten M&A-Anbietern in Deutschland im ersten Halbjahr 2013 sogar vor die Deutsche Bank.

4. Guggenheim Partners

Dabei handelt es sich um einen „globalen Finanzdienstleister“, der vom ehemaligen Chef der früheren US-Investmentbank Bear Stearns geleitet wird. Guggenheim Partners waren an der 12 Mrd. Dollar schweren Übernahme von Zoetis durch den US-Pharmagiganten Pfizer beteiligt.

5. Centerview Partners

Die Boutique wurde 2006 von einigen Wall Street-Größen gegründet – wie Blair Effron von der UBS oder Stephen Crawford von Morgan Stanley. Centerview Partners war an Newscorps 9 Mrd.-Dollar schweren Übernahme der New Newscorp Inc. beteiligt und am 17 Mrd. Dollar-Angebot der Comcast Corporation für NBC Universal Media.

6. Leonardo & Co

Die europäische M&A-Boutique Leonardo beschäftigt gleich eine Reihe ehemaliger Investmentbanker von UBS, Lazard, Credit Suisse und JPMorgan. Leonardo ist am Übernahmeangebot der Investmentholding der deutschen Milliardärsfamilie Reimann Joh A Benckisers SE für den niederländischen Kaffee- und Teespezialisten D.E. Master Blenders beteiligt.

7. Greenhill & Co

Die M&A-Boutique ist am 8 Mrd. Dollar-Kaufangebot des US-Generikaherstellers Actavis für den Konkurrenten Warner Chilcott beteiligt.

8. Quatalyst Group

Quatalyst wurde vom früheren Leiter des Technology Investment Banking der Credit Suisse Frank Quattrone gegründet. Die Boutique arbeitet am 7 Mrd. Dollar-Übernahmeangebot der Finanzinvestoren Bain Capital, GIC Special Investments, Golden Gate Capital und Insight Partners für BMC Software.

9. Intermote Securities Corporate Finance

Die italienischen M&A- und Equity Capital Markets-Boutique ist am 4 Mrd. Dollar-Angebot des italienischen Mautstraßenbetreibers Atlantia SpA für die Flughafenbeteiligungsgesellschaf Gemina Spa beteiligt.

10. M&A International

Dabei handelt es sich nach eigenen Worten um eine integrierte Allianz führender Advisory-Unternehmen mit Erfahrungen mit Transaktionen rund um den Globus. M&A International ist an diversen kleineren Deals beteiligt. Damit reichte es laut dem Datenanbieter Merger Markets immerhin für den 14. Platz in Europa.

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