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Drei Ohrfeigen für Jain: Der tiefe Fall der Deutschen Bank im M&A-Geschäft

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Anshu Jain, dem Co-Chef der Deutschen Bank, dürften die folgenden Zahlen kaum gefallen. Laut dem Datenanbieter Merger Market ist die Deutsche Bank im Ranking der größten Player im M&A-Geschäft deutlich zurückgefallen. Demnach war das Institut im ersten Halbjahr 2013 weltweit an Transaktionen im Wert von 109 Mrd. US-Dollar beteiligt, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu eine Halbierung bedeutet. Im Ranking der weltweit größten M&A-Advisor reichte es damit nur noch für den achten Platz. Im ersten Halbjahr 2012 hatte die Deutsche Bank noch den weltweit dritten Platz erreicht.

Mit einer Beteiligung an Deals im Wert von 233 Mrd. US-Dollar sicherte sich indes JPMorgan den Spitzenplatz, nach Rang 4 im Vorjahreszeitraum. Den zweiten Platz belegte wie schon im Vorjahr Goldman Sachs mit gut 221 Mrd. Euro. Vom ersten auf den dritten Platz fiel Morgan Stanley mit knapp 174 Mrd. Euro zurück.

Noch schlimmer wiegt, dass der deutsche Branchenprimus sogar auf seinem Heimatmarkt seinem eigenen Namen nicht gerecht wird. So fiel die Deutsche Bank zwischen Januar und Juni in Deutschland gegenüber dem Vorjahreszeitraum vom ersten auf den sechsten Platz zurück. Das Institut war nur noch an Transaktionen im Wert von gut 11 Mrd. Dollar beteiligt, was einem Einbruch von 38 Prozent entspricht. Dagegen bildeten die US-Investmentbanken Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan auch in Deutschland das Spitzentrio. In Gesamteuropa sieht es nur unwesentlich anders aus.

Erste Ohrfeige: Transaktionsvolumen global (Vorjahresrang in Klammern)

1 (4) JPMorgan: 232,7 Mrd. Dollar (+10 Prozent)

2 (2) Goldman Sachs: 221,4 Mrd. Dollar (-10 Prozent)

3 (1) Morgan Stanley: 173,8 Mrd. Dollar (-31 Prozent)

4 (8) Bank of America Merrill Lynch: 161,5 Mrd. Dollar (+12 Prozent)

5 (6) Credit Suisse: 121,8 Mrd. Dollar (-35 Prozent)

6 (5) Barclays: 116,3 Mrd. Dollar (-42 Prozent)

7 (7) Citi: 110,8 Mrd. Dollar (-32 Prozent)

8 (3) Deutsche Bank: 108,9 Mrd. Dollar (-50 Prozent)

9 (11) Lazard: 102,2 Mrd. Dollar (+3 Prozent)

10 (13) UBS: 91,3 Mrd. Dollar (+45 Prozent)

Zweite Ohrfeige: Transaktionsvolumen Europa (Vorjahresrang in Klammern)

1 (3) Goldman Sachs: 115,7 Mrd. Dollar (-26 Prozent)

2 (5) JPMorgan: 87 Mrd. Dollar (-32 Prozent)

3 (1) Morgan Stanley: 66,3 Mrd. Dollar (-60 Prozent)

4 (9) Credit Suisse: 57,8 Mrd. Dollar (-31 Prozent)

5 (10) Citi: 46,6 Mrd. Dollar (-43 Prozent)

6 (2) Deutsche Bank: 44,6 Mrd. Dollar (-73 Prozent)

7 (8) Lazard: 40,3 Mrd. Dollar (-53 Prozent)

8 (7) Bank of America Merrill Lynch: 36,8 Mrd. Dollar (-60 Prozent)

9 (4) Barclays: 35,9 Mrd. Dollar (-76 Prozent)

10 (6) Rothschild: 33,4 Mrd. Dollar (-64 Prozent)

Dritte Ohrfeige: Transaktionsvolumen Deutschland (Vorjahresrang in Klammern)

1 (5) Goldman Sachs: 20,2 Mrd. (+92 Prozent)

2 (3) Morgan Stanley: 16,9 Mrd. Dollar (+32 Prozent)

3 (2) JPMorgan: 15 Mrd. Dollar (+3 Prozent)

4 (19) UBS: 13,8 Mrd. Dollar (+529 Prozent)

5 (16) Perella Weinberg Partners 13,7 Mrd. Dollar (339 Prozent)

6 (1) Deutsche Bank: 11,4 Mrd. Dollar (-38 Prozent)

7 (8) Credit Suisse: 11 Mrd. Dollar (+95 Prozent)

8 (14) Citi: 8,1 Mrd. Dollar (+161 Prozent)

9 (9) Bank of America Merrill Lynch: 6,4 Mrd. Dollar (+52 Prozent)

10 (7) Lazard: 5,5 Mrd. Dollar (-12 Prozent)

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