☰ Menu eFinancialCareers

Jetzt ist es amtlich: Commerzbank streicht 5200 Stellen – und stellt 1000 Mitarbeiter neu ein

Foto: Julia Schwager, Commerzbank AG

Foto: Julia Schwager, Commerzbank AG

Nach monatelangen Verhandlungen hat sich die Commerzbank mit dem Betriebsrat auf den Abbau von 5200 Stellen bis Ende 2016 geeinigt. Doch gleichzeitig will das teilverstaatlichte Institut im Rahmen seiner „strategischen Agenda“ 1000 neue Vollzeitstellen schaffen. Der Schwerpunkt der neuen Stellen soll einer Konzernsprecherin zufolge in der Mittelstandsbank liegen.

Dabei verteilt sich der Stellenabbau wie folgt: 800 Vollzeitstellen fallen im Segment „Non-Core Assets“ weg, wobei es sich um die konzerneigene Bad Bank handelt. 500 weitere Stellen werden im Ausland und bei inländischen Töchtern gestrichen, was bereits seit einigen Monaten bekannt ist.

Dagegen hat die Commerzbank heute mit dem Betriebsrat auf die Streichung von 3900 Stellen bei der Commerbank AG Inland vereinbart. Hiervon fallen 1800 im Privatkundengeschäft weg, in dem die Bank mit einer hartnäckigen Ertragsschwäche zu kämpfen hat. Ein weiterer Schwerpunkt soll laut einer Konzernsprecherin im Bereich „Services“, also im Backoffice liegen. Teile der Aufgaben soll in Servicegesellschaften ausgelagert werden.

„Unser Ziel ist es, den Stellenabbau in vollem Umfang ohne betriebsbedingte Beendigungskündigungen zu realisieren“, sagt Personalvorstand Ulrich Sieber. „Wir haben gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern einen Weg gefunden, deutliche Kosteneinsparungen vorzunehmen, um an anderer Stelle durch Investitionen unsere Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft zu sichern.“ Das Unternehmen werde eine interne Stellenbörse schaffen, um möglichst viele der vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeiter anderswo im Konzern unterzubringen. Sofern die vereinbarten Ziele erreicht werden, will das Unternehmen bis Ende 2016 auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten.

Ähnliche Artikel:

Personal gesucht: Commerzbank eröffnet fünf Firmenkundenfilialen in der Schweiz

Punktsieg für Blessing: Commerzbank streicht rund 5000 Stellen

Kahlschlag bei Commerzbank und HVB erst der Anfang: Im deutschen Retailbanking gibt es 100.000 Mitarbeiter zu viel

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier