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DER MBA-BEWERBER: Wieso ich den Top-Business Schools der USA einen Besuch abgestattet habe

Eine Vorlesung der Harvard Business School.

Eine Vorlesung der Harvard Business School.

Unser Gastautor strebt einen MBA an einer der Top-Business Schools in den USA an. Doch die Bewerbung um einen der begehrten Plätze gleicht einem Marathon von 16 Monaten. Auf eFinancialCareers berichtet der MBA-Bewerber von seinen Erfahrungen.

Inzwischen bin ich mit meinen Vorbereitungen zu meinem MBA weitergekommen. Ich bin auf einem guten Weg, einen akzeptablen Wert bei meinem GMAT Ende August zu erzielen. Ebenfalls habe ich mit den ersten Essays angefangen. Ein ganz wichtiger Schritt für mich waren zwei Wochen in den USA, um mir jede Hochschule persönlich anzuschauen.

Besucht habe ich Mitte April so ziemlich das Who-is-who der globalen Managementschmieden. Angefangen habe ich mit der University of Chicago – Booth, gefolgt von der Harvard Business School, dem MIT Sloan, der Columbia Business School und abgeschlossen habe ich meinen Trip an der University of Pennsylvania – Wharton. Jede dieser Hochschulen ermöglicht es MBA-Interessenten, sich in Vorlesungen zu setzen und dann an Info-Sessions teilzunehmen. Wenn Ihr die Möglichkeit habt, dann nehmt sie wahr! Über die Webseiten kann man sich registrieren. Es gibt üblicherweise keine förmliche Zulassung, es kann aber zu Kapazitätsengpässen kommen und man sollte schauen, dass man nicht in der vorlesungsfreien Zeit, an amerikanischen Feiertagen, der Sommerpause bzw. während der Klausurphase dort ist. Ruft am besten an der Uni an, bei Booth bin ich in die „Shopping“-Phase für die Vorlesungen gekommen, in der sich die Studenten noch für Ihre Kurse entscheiden. Das ist zwar ein tolles Angebot für die Studenten, in dieser Zeit sind aber keine Gasthörer erlaubt.

Lediglich die New York University Stern hat sich quergestellt. Dort darf man nur in ganz bestimmten Wochen im Herbst in den Vorlesungen sitzen, also war ich dort nur kurz im Gebäude und habe mich etwas umgeschaut.

Ich muss zusammenfassen, dass auch an diesen Hochschulen nur mit Wasser gekocht wird. Bitte versteht mich nicht falsch, jede dieser Unis ist Weltklasse und das hat man auch gespürt. Ich habe jedoch noch etwas mehr Tiefe im Unterricht erwartet, als ich tatsächlich vorgefunden habe. Jede dieser Vorlesungen war jedoch eine Momentaufnahme. Was mir jedoch angenehm aufgefallen ist, dass sich immer irgendwo jemand gefunden hat, der auch schon einmal in dem Bereich gearbeitet hat (insbesondere Kapitalmärkte, Investmentbanking, …). Auch sind die Gebäude, Ausstattung und Einrichtung aller Schulen super. Nach der dritten Uni habe ich aber festgestellt, dass sie sich auch überraschend ähnlich sind. Kleinere Details können variieren (bspw. hat Booth einen Lesesaal mit offenem Kamin), aber insbesondere die Vorlesungssäle sehen sich sehr ähnlich.

Geplant hatte ich diesen Trip ziemlich lange. Ein solcher Besuch ist zwar bei weitem keine Garantie mehr für eine Zulassung an der Hochschule, das war vielleicht vor zehn Jahren der Fall. Wenn man aber aus Deutschland anreist, um die Schule kennenzulernen, bevor man sich tatsächlich beworben hat, dann ist das sicher ein Statement. Nicht umsonst muss man sich vorher registrieren.

Ich habe die Zeit nach Ostern für meinen Trip genutzt und würde euch empfehlen so viel wie nur möglich an der Uni zu unternehmen. Packt alles, was geht in einen Tag! Nehmt mindestens zwei Vorlesungen mit, eine Info-Session und möglichst noch einen Donnerstag-Event. Donnerstags gibt es an fast allen Hochschulen so eine kleine Open Bar, die MBA-Pub (Wharton) heißen kann oder als ‚Liquidity Preference Function‘ (Booth) umschrieben wird. Freitags sind fast überall keine Vorlesungen (darauf freue ich mich jetzt schon), weshalb dieser Donnerstag dem Start ins Wochenende gleichkommt.

Überraschenderweise lernt man dort viele andere potenzielle Kandidaten kennen. Ich habe bei drei der fünf Vorlesungen neben der gleichen Mitbewerberin gesessen. Viele Inder und Brasilianer habe ich dort auch getroffen. Das Ganze war so zu sagen, eine kleine Übung in Vorfreude auf ein mögliches Studium.

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