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Punktsieg für Blessing: Commerzbank streicht rund 5000 Stellen

The Commerzbank tower in Frankfurt

The Commerzbank tower in Frankfurt

Einen Punktsieg gegen den Betriebsrat scheint Commerzbank-Chef Martin Blessing beim geplanten Personalabbau errungen zu haben. Laut dem Handelsblatt stehe eine Einigung kurz bevor. Dem Rotstift sollen demzufolge gut 5000 der noch gut 54.000 Stellen im Konzern wegfallen.

Vor rund zwei Wochen hatte Mark Roach, der für die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat sitzt, noch von einem Abbau von nur gut 4000 Stellen gesprochen. Dagegen hatte Blessing zu Jahresbeginn Einschnitte von bis zu 6000 Stellen gefordert. Seinerzeit bezeichneten allerdings Analysten schon diesen  Abbau als zu gering, um die Commerzbank dauerhaft auf die Erfolgsspur zurückzubringen.

In der vergangenen Woche hatten Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter in einem Hotel in der Nähe von Bonn über den Personalabbau beraten. Dort scheint auch der Durchbruch gelungen zu sein. „Die Verhandlungen waren erfolgreich“, hieß es aus der Bank.

Über das Verhandlungsergebnis werde am Dienstag und Mittwoch im Gesamtbetriebsrat beraten. „Geplant ist, dass am Mittwoch darüber abgestimmt wird“, zitiert das Handelsblatt eine mit den Verhandlungen betraute Person. Eine Zustimmung gilt als wahrscheinlich. In dem Stellenabbau sind indes auch die 500 Stellen enthalten, die ohnehin bei der Frankfurter Hypothekenbank, der Ex-Eurohypo, wegfallen werden.

Die teilverstaatlichte Commerzbank hat massiv mit ihrer Profitabilität zu kämpfen. So musste das Institut im ersten Quartal einen Konzernverlust von 94 Mio. Euro verkraften.  Im Vorjahreszeitraum gab es noch einen Gewinn von 355 Mio. Euro. Das Privatkundengeschäft erzielte indes einen Minigewinn von 70 Mio. Euro.

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