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Zenit überschritten?

Spezialisten im Bereich M&A waren in den letzten Jahren stark gefragt – ist der Boom jetzt vorbei?

Der weltweite M&A-Markt zeigte im ersten Halbjahr 2007 ein uneinheitliches Bild im Vergleich zum Rekordjahr 2006: So gab es zwar erneut einen deutlichen Anstieg bei den Transaktionsvolumina, doch der stetige Aufwärtstrend der letzten Jahre in Bezug auf die Anzahl der Transaktionen wurde erstmals durchbrochen. Im ersten Halbjahr 2007 ist die Zahl der angekündigten Transaktionen sogar leicht rückläufig.

Der deutsche M&A-Markt bestätigt dabei den weltweiten Trend. Leif Zierz, Partner im Bereich Corporate Finance und Leiter von M&A bei der Wirtschaftsprüfungsberatung KPMG, kommentiert: “In Deutschland ist die Anzahl der angekündigten Transaktionen sogar noch stärker zurückgegangen als im weltweiten Durchschnitt, nämlich um 8%. Auch die Transaktionsvolumina erhöhten sich weniger stark als im weltweiten Durchschnitt.”

Ist dies der Anfang eines Abschwungs? “Der M&A-Markt verliert langsam an Fahrt”, bestätigt Zierz. Der Rückgang der Transaktionsanzahl ist auch darauf zurückzuführen, dass die Unternehmen gegenwärtig vornehmlich damit beschäftigt sind, die zahlreichen Akquisitionen der Vergangenheit erfolgreich zu integrieren.”

Weiter gute Nachfrage

Was bedeutet das für den Arbeitsmarkt für M&A-Spezialisten? “Wir verzeichnen derzeit eine starke Nachfrage nach M&A-Spezialisten gerade durch die Investmentbanken”, berichtet Andreas Christl, Gründer und Managing Partner der international tätigen Personalberatung TALENTspy mit Sitz in München. Er rechnet damit, dass die gute Geschäftslage im M&A noch eine Weile anhalten wird – wichtig für Mitarbeiter in einer Branche, die ihren Personalbedarf in der Vergangenheit immer wieder angepasst hat.

Auch KPMG-Mann Zierz erwartet kein abruptes Ende des Positiv-Trends für die Branche. Zierz: “Es gibt erste Anzeichen, dass der weltweite M&A-Markt seinen Höhepunkt überschritten hat. Dennoch bleibt aufgrund der guten Unternehmensdaten ein langsamer und kein abrupter Rückgang das wahrscheinlichste Szenario für die kommenden Jahre.”

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