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Kahlschlag im Backoffice: Sal. Oppenheim streicht 330 Stellen

Der Hauptsitz von Sal. Oppenheim in Köln. © Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)

Der Hauptsitz von Sal. Oppenheim in Köln. © Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)

Der Kahlschlag im Backoffice von Sal. Oppenheim fällt eine Nummer kleiner aus als befürchtet. Statt 500 Stellen sollen nur noch bis zu 330 Arbeitsplätze dem Rotstift zum Opfer fallen. Dennoch wären von dem Abbau immerhin fast 40 Prozent der noch 870 Beschäftigten betroffen. Hierauf einigte sich die Tochter der Deutschen Bank mit dem Betriebsrat, wie das Institut am heutigen Dienstag (28. Mai) mitteilte. 

Der Stellenabbau soll bis Ende 2014 abgeschlossen sein und sozialverträglich erfolgen. Dabei werde „angestrebt”, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. In der Zahl sind indes Wechsel innerhalb des Konzerns noch nicht berücksichtigt.

Mit dem Schritt will Sal. Oppenheim Backoffice-Tätigkeiten auf die Konzernmutter übertragen und somit Kosten einsparen. Betroffen seien Abwicklungs-, IT- und Infrastrukturbereiche. Dagegen will Sal. Oppenheim in Köln und Luxemburg auch weiterhin die Depotbankenfunktion in eigener Regie übernehmen.

Doch auch im Frontoffice dürfte so manche Stelle dem Rotstift zum Opfer fallen. So will das Unternehmen seine Niederlassungen in Hannover, Bremen, Bielefeld und Stuttgart dichtmachen. Auch das Fondsmanagement und die Fondsverwaltung werden künftig hauptsächlich von der Deutschen Bank wahrgenommen. Bei Sal. Oppenheim sollen indes nur das „Management von Spezialfondsmandaten“ und von „einzelnen exklusiven Publikumsfonds“ verbleiben.

Damit beschränkt sich die einstmals größte Privatbank Europas weitgehend auf das Wealth Management-Geschäft mit vermögenden Privat- und Firmenkunden. In den Hochzeiten hatte die Bank 3500 Mitarbeiter beschäftigt, bevor das Institut im Zuge der Finanzkrise und der Arcandor-Pleite 2010 unter die Fittiche der Deutschen Bank flüchten musste.

„Uns ist bewusst, dass die Umsetzung des nun vereinbarten Personalabbaus für alle Beteiligten ein schmerzhafter Prozess sein wird. Die Maßnahmen sind jedoch notwendig, denn nur so schaffen wir die Voraussetzung, um eine nachhaltige Profitabilität unseres Hauses in der Vermögensverwaltung sicherzustellen“, sagte Sal. Oppenheim-Chef Wolfgang Leoni.

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