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Die schönste Zeit des Jahres naht: Wie Finanzprofis aus Deutschland und der Schweiz ihren Urlaub verbringen

Trotz Berlusconi ist Italien das beliebteste Reiseziel deutscher und Schweizer Finanzprofis. Hier ein Bild von Cinque Terre in Ligurien.

Trotz Berlusconi ist Italien das beliebteste Reiseziel deutscher und Schweizer Finanzprofis. Hier ein Bild von Cinque Terre in Ligurien.

Die Urlaubssaison 2013 nähert sich unerbittlich. Damit ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um das Urlaubsverhalten von Bankern und Finanzprofis genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch leider sammelt anscheinend niemand Daten über diese spezielle Klientel. Führende Reiseveranstalter wie Tui in Deutschland oder Kuoni in der Schweiz mussten passen. Denn dort würden keine Informationen für einzelne Berufsgruppen ermittelt, hieß es auf Anfrage. Daher hat eFinancialCareers selbst eine Umfrage in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Frankreich, Asien und dem Mittleren Osten unternommen, um die Geheimnisse rund um das Urlaubsverhalten von Finanzprofis zu lüften. Als erstes schauen wir uns an, wie die Mitarbeiter der Branche in Deutschland und der Schweiz die schönste Zeit des Jahres verbringen.

Finanzprofis lieben Italien und meiden die Türkei

Banker in Deutschland und der Schweiz sind anscheinend reichlich heimatverbunden. So verbringen 12 Prozent der Umfrageteilenehmer ihren Urlaub in Deutschland und 10,9 Prozent in der Schweiz. Da sich die Umfrage aber gerade an Fach- und Führungskräfte aus diesen beiden Ländern richtete, kann das Ergebnis kaum überraschen.

Den ersten Platz sichert sich indes mit 12,5 Prozent bella Italia. Mit Sommer, Sonne, Meer, Kultur und gutem Essen scheinen die Italiener sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz punkten zu können. Ähnliches gilt für Spanien, das mit 8,3 Prozent auf dem vierten Platz landet.

Auffallend ist dagegen das gute Abschneiden der USA und Skandinaviens mit 7 bzw. 5,5 Prozent. Erstaunlich ist auch die vergleichsweise schlechte Platzierung weiterer mediterraner Reiseziele. Griechenland schaffte es mit 4,1 Prozent nur auf den achten Platz und die Türkei nicht einmal unter die ersten 15 Plätze (!). Unter den Fernreisezielen erfreuen sich Thailand mit 3,9 Prozent und Argentinien mit 3,3 Prozent besonderer Beliebtheit.

Diese Befunde decken sich teilweise mit den Daten, die die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) aus Kiel über das Urlaubsverhalten von Haushalten mit einem Monatseinkommen von über 5000 Euro ermittelt hat. Dort belegen Deutschland (15,8 Prozent), Spanien (15 Prozent), Italien (9,6 Prozent) und Nordamerika (7,3 Prozent) die vorderen Ränge.

Laut der FUR entscheiden sich Wohlhabende besonders häufig für Fernreiseziele. So verbringen 7,3 Prozent aller Haushalte mit einem Einkommen über 5000 Euro ihren Urlaub in Nordamerika, während es unter allen Haushalten lediglich 2,2 Prozent sind. In Asien und Australien beläuft sich der Unterschied von 7,6 zu 2,9 Prozent.

Zu etwas anderen Ergebnissen kommt indes die Tui. Demnach sind die Top 5 Reiseziele für den Sommer: Türkei, Griechenland, Kanaren, Balearen und Österreich. Wohlhabende Kunden mit einem Haushaltseinkommen von über 5000 Euro ziehe es in ihrem Sommerurlaub überdurchschnittlich in die Schweiz, nach Marokko, auf die Malediven, in den Orient, nach Mauritius und auf die Seychellen.

Quelle. Globale Urlaubsumfrage 2013 von eFinancialCareers

Quelle. Globale Urlaubsumfrage 2013 von eFinancialCareers

Finanzprofis lieben Strand- und Aktivurlaub

Nahezu 60 Prozent der Umfrageteilnehmer entscheiden sich für einen Strand- oder Aktivurlaub, um sich vom Arbeitsstress zu entspannen. Dagegen spielt der Urlaub in den eigenen Wänden bei Finanzprofis eine untergeordnete Rolle. Lediglich 3,8 Prozent gaben an, nach Balkonien oder Gardenien zu reisen. Abenteuerurlaub, Städtereisen und Kultururlaube schafften es auf mittlere Positionen. Der Schiurlaub erweist sich mit mageren 0,5 Prozent immer noch als Destination für den Zweiturlaub.

Quelle: Globale Urlaubsumfrage 2013 von eFinancialCareers

Quelle: Globale Urlaubsumfrage 2013 von eFinancialCareers

Haupturlaub findet weiterhin im Sommer statt

Obgleich das Mittelmeer im Juli und August teilweise wegen Überfüllung geschlossen werden müsste und die Preise außerhalb der Urlaubssaison oft drastisch niedriger ausfallen, entscheiden sich die Finanzprofis immer noch für den klassischen Sommerurlaub. Fast 80 Prozent der Umfrageteilnehmer verbringen ihren Jahresurlaub zwischen Mai und September.

Quelle. Globale Urlaubsumfrage 2013 von eFinancialCareers

Quelle. Globale Urlaubsumfrage 2013 von eFinancialCareers

Banker werfen im Urlaub nicht mit dem Geld um sich

Das Klischee vom Investmentbanker, der es während seines Sommerurlaubs auf Ibiza so richtig krachen lässt, scheint zumindest auf Finanzprofis aus Deutschland und der Schweiz nicht zuzutreffen. Nur rund 8 Prozent lassen in ihrem Haupturlaub mehr als 8000 Euro springen. Dagegen geben knapp zwei Drittel der Umfrageteilnehmer zwischen 1000 und 4000 Euro für ihren Haupturlaub aus. 3,3 Prozent begnügen sich sogar mit nur bis zu 500 Euro.

Quelle: Globale Urlaubsumfrage 2013 von eFinancialCareers

Quelle: Globale Urlaubsumfrage 2013 von eFinancialCareers

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