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Acht Tipps, wie Sie mit einem Recruiter besser zusammenarbeiten

They are coming for you

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Recruiter können bei der Suche nach einem Traumjob eine große Hilfe darstellen. Doch falls Sie sich für den falschen entscheiden oder mit ihm suboptimal zusammenarbeiten, dann kann Ihre Jobsuche ergebnislos enden. Wir haben mit Recruitern gesprochen, wie sich die Zusammenarbeit von Kandidat und Recruiter optimieren lässt.

1. Finden Sie den passenden Recruiter

Die Recruiter repräsentieren Sie gegenüber dem Arbeitgeber und vertreten teilweise auch Ihre Interessen. Doch damit hängt Ihre Reputation auch von derjenigen des Recruiters ab. Es gibt eine Vielzahl von aufrichtigen Recruitern, doch leider gibt es auch schwarze Schafe. Daher sollten Sie zunächst Ihr Netzwerk nutzen, um den passenden Recruiter zu finden. Sprechen Sie mit Freunden, Ihrer Familie und Kollegen, die bereits erfolgreich vermittelt worden sind.

Sie sollten einen Recruiter genauso sorgfältig prüfen, wie Sie auch von ihm unter die Lupe genommen werden. Dies rät Recruiter John Landers von Robert Half International. Arbeitet der Recruiter professionell? Ist er zuverlässig? Falls nicht, dann schadet der Recruiter nur ihrem Ansehen bei den Arbeitgebern.

„Falls er sich in den ersten fünf Minuten als Idiot erweist, dann handelt es sich vielleicht auch tatsächlich um einen Idioten“, sagt der Recruiter Richard Lipstein von Gilbert Tweed Associates. Fragen Sie, wie lang er schon in der Branche arbeitet und welches sein Spezialgebiet ist, rät Landers. Falls Sie beispielsweise als Trader arbeiten, dann sollten Sie sich an einen einschlägigen Recruiter wenden, der auch über die nicht-annoncierten Jobs im Bilde ist.

2. Nutzen Sie nicht zu viele Recruiter

Umso mehr Recruiter Sie nutzen, desto geringer fällt Ihre Kontrolle über das Verfahren aus. Es fällt Ihnen schwerer, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Falls der Recruiter nicht wirklich versteht, wie Sie ticken und wie Ihre Karriereziele aussehen, dann handelt es sich oftmals lediglich um Geldverschwendung.

3. Achten Sie darauf, an welche Arbeitgeber Ihre Unterlangen versandt werden

Als ich noch selbst als Recruiter gearbeitet habe, gab es bei einer Reihe von Unternehmen einen klare Regel: Kandidaten, die von mehreren Recruitern präsentiert werden, werden erst gar nicht berücksichtigt. Einige Arbeitgeber wollen einfach nicht zwischen die Fronten eines Gebührenkrieges geraten. Dabei handelt es sich gewissermaßen um das Worst Case Szenario, denn auf diese Weise erscheinen Sie gegenüber dem Arbeitgeber als schlecht organisiert. Daher sollten Sie fragen, an wen Ihr Lebenslauf versandt wurde und dabei auf dem Laufenden bleiben.

Dies kann schon ein wenig knifflig ausfallen, denn einige unseriöse Recruiter versenden Ihren Lebenslauf ohne Ihr Wissen, erzählt Landers. Daher ist es umso wichtiger, sich gut über die fraglichen Recruiter zu informieren und jene mit tadellosem Ruf zu bevorzugen. „Fragen Sie den Recruiter, was er unternehmen würde, wenn Sie für den Job perfekt geeignet wären, aber er Sie bereits bei einem anderen Arbeitgeber präsentiert hätte“, sagt John Breault vom Hedgefonds-Recruitmentunternehmen Breault & Smith.

4. Seien Sie klar und deutlich

Falls Sie endlich einen oder zwei vertrauenswürdige Recruiter gefunden haben, dann sollten Sie ihnen auch klar sagen, was Sie von einem Job erwarten. Stellen Sie ihnen alle erforderlichen Informationen zur Verfügung, damit Sie auch bei den richtigen Adressen optimal präsentiert werden können. „Das heißt: Was für  einen Job suchen Sie; was für ein Gehalt erwarten Sie und welche Vorstellungsgespräche und Bewerbungen stehen noch aus“, sagt Landers. „Falls ein Job keine perfekte Wahl darstellt, dann sollten Sie ihnen auch erzählen, wieso sich dies so verhält.“ Dies erlaube einem Recruiter, seine Strategie zu überarbeiten.

5. Seien Sie hilfreich

Weiter sollten Sie die Bereitschaft mitbringen, dem Recruiter seine Arbeit zu erleichtern. Laut Lipstein steigt dann auch die Bereitschaft des Recruiters, sich für Sie einzusetzen. So können Sie einen Kontakt zu ihren Kollegen herstellen, was einem Recruiter bei der Recherche hilft. Es bedarf schon einiger Arbeit, um ein vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen. Sie sollten Anrufe und Networkinganfragen von Recruitern entgegennehmen,  selbst wenn Sie derzeit nach keinem neuen Job suchen. „Networking funktioniert am besten, wenn Sie gar keinen Bedarf daran haben“, sagt Lipstein. „Falls Sie dann tatsächlich einmal die Hilfe eines Recruiters benötigen, dann sind Sie bereits einschlägig bekannt.“

6. Nutzen Sie nur Recruiter, wenn Sie tatsächlich nach einem neuen Job suchen

Sie sollten zu einem nächsten Karriereschritt auch tatsächlich bereit sein, bevor Sie zum Telefonhörer greifen und die Nummer eines Recruiters wählen. „Es macht schon einen Unterschied aus, wenn Sie zu einem Vorstellungsgespräch gehen und es sich nicht um den richtigen Job handelt oder ob Sie den ganzen Prozess durchmachen und dann am Ende doch nicht zu einem Wechsel bereit sind“, sagt Landers.

Bevor Sie sich an einen Recruiter wenden, sollten Sie zumindest eine vage Vorstellung davon haben, wo Sie sich beruflich in einem Jahr sehen, rät Recruiterin Suzanne Havranek von Wall Street Services.

7. Auch bei Recruitern handelt es sich nicht um Zauberer

„Erwarten Sie von uns keine Wunder. Falls Sie ein Berufseinsteiger mit sehr wenig Berufserfahrung sind und Sie nur Jobs haben wollen, die außerhalb Ihrer Reichweite liegen, dann können wir nicht weiterhelfen“, ergänzt Havranek. „Wir können Ihnen nur einen Job als Karrieresprungbrett für die entsprechende Richtung finden, falls Sie auf Rat hören und auch Alternativen in Betracht ziehen.“

8. Werden Sie zu keiner Belastung

Falls Sie gemeinsam an der Jobsuche arbeiten, dann müssen Sie in Kontakt bleiben. „Ein oder zwei Mal im Monat anzurufen, ist sinnvoll“, rät Landers. „Aber nicht jeden Tag.“

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