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Was es heißt, für Bloomberg zu arbeiten

Michael Bloomberg

Michael Bloomberg

Seit bekannt geworden ist, dass Bloomberg-Journalisten Terminals nutzen, um sich Informationen über ihre Kunden zu verschaffen, steht die US-Nachrichtenagentur selbst im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Seither sind auch einige Informationen über die Arbeitsbedingungen durchgesickert. So viel dürfen wir schon einmal verraten: Sie sollten nicht zu lange auf den Toiletten verbringen…

1. Falls Sie für Bloomberg arbeiten wollen, müssen Sie mit endlosen Vorstellungsgesprächen rechnen

„Ich musste an acht verschiedenen Vorstellungsgesprächen teilnehmen“, erzählt ein ehemaliger Bloomberg-Journalist. „Es gab eines mit meinem Büroleiter und eines mit seinem Chef. Es gab eins mit meinem Teamleiter in London und ein weiteres mit dem Teamleiter in Dubai. Dann gab es noch eins mit dem Büroleiter in Hongkong und eins mit seinem Vorgesetzten in New York und noch einige weitere mit ihren Kollegen.“

Bloomberg wollte sich bislang noch nicht zu seinem Recruitmentverfahren äußern. Dennoch räumt das Unternehmen ein, ein wenig verschroben zu sein. So heißt es auf der Website: „Bei Bloomberg stellen wir auf andere Weise ein als die meisten Unternehmen. Wir wollen wissen, wer Sie wirklich sind und nicht nur einige Fakten auf dem Papier.“

2. Falls Sie bei Bloomberg arbeiten, müssen Sie einen dreistündigen Online-Test über sich ergehen lassen

Doch auch nach endlosen Vorstellungsgesprächen haben Sie noch lange nicht den Job. Vielmehr müssen Sie auch einen dreistündigen Online-Test überstehen, der alles abdeckt – von der Eigenkapitalrendite bis hin zum Redigieren und Abfassen von Überschriften. Einige Beispielsfragen können Sie hier einsehen.

3. Bevor die Einstellungsentscheidung fällt, kann schon einmal ein Jahr vergehen

Ein Journalist erzählt gegenüber eFinancialCareers, dass bis zu einer Einstellungsentscheidung schon einmal viel Zeit verstreichen kann. In einigen Fällen könnte es sich bis zu einem Jahr hinziehen, bis die Entscheidung falle. Ein weiterer Journalist musste an sieben Vorstellungsgesprächen teilnehmen, bevor er eine Absage erhielt, weil sein Lebenslauf einen Rechtschreibfehler aufwies.

4. Wenn Sie einmal Bloomberg verlassen haben, dann gibt es kein Zurück mehr

Laut der Financial Times herrscht bei Bloomberg die Unternehmenspolitik, dass ein Mitarbeiter, der das Unternehmen einmal verlassen habe, nicht mehr zurückkehren könne.

5. Bloomberg spendiert seinen Mitarbeitern ein üppiges Sommerfest

Im Jahr 2000 veranstaltete Bloomberg in London eine berüchtigte Weihnachtsfeier, in dem sich alles um die sieben Todsünden drehte. Doch dies scheint zwischenzeitlich gegen eine opulente Sommerparty eingetauscht worden zu sein. „Bei Bloomberg gibt es keine Weihnachtsfeier. Stattdessen gibt es eine großartige Sommerparty“, erzählt ein ehemaliger Journalist. „Sie mieten ein Landhaus und es gibt lustige Veranstaltungen für die Kinder und eine Disko“, ergänzt der Journalist.

6. Es wird alles unternommen, um die Arbeitsproduktivität zu steigern

Im Januar hat die Website Gawker einen handgeschriebenen Brief eines Angestellten veröffentlicht, der fürchtete, dass ein Online-Beitrag zurückverfolgt werden könne. Dabei wirft er Bloomberg u.a. vor, bewusst die Aufzüge abzuschalten, um die Leute davon abzuhalten, ihre Mittagspause zu nehmen und es gebe bewusst eine zu niedrige Zahl an Toiletten, damit die Mitarbeiter nicht zu lange in den Wachsräumen verbringen.

7. Bei Bloomberg können Sie zum Kaffee holen geschickt und angeschrien werden

Laut dem Gawker-Brief schickt das leitende Personal von Bloomberg Praktikanten schon einmal zum Kaffee holen zu Starbacks. Jüngere Mitarbeiter werden angeblich so lange angeschrien, bis sie in Tränen ausbrechen. Kurz, die Arbeit bei Bloomberg scheint sich nicht allzu sehr von der Arbeit bei einer Bank zu unterscheiden.

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