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Kolumne: Im Private Banking sind gute Manieren unabdingbar

Kleinere und flexiblere Häuser sind im Private Banking die “Gewinner der Finanzkrise”. Die vermögenden Kunden haben größtenteils das Vertrauen an Großbanken verloren und ziehen sukzessive Teile ihres Vermögens ab.

Eine vergleichbare Tendenz stellen wir im Personalmarkt im Bereich Private Banking fest. Aktuell ist zu beobachten, dass Berater in Häusern, die besonders von der aktuellen Finanzkrise und der damit einhergehenden Glaubwürdigkeitskrise betroffen sind, verstärkt über berufliche Alternativen nachdenken.

Dieser Trend ist eindeutig und der Markt bietet momentan zahlreichen Privatbanken die besten Chancen, gestandene Banker zu gewinnen.

Zu Private Bankern – auch Wealth Manager genannt – zählen Banker die private Kunden ab 1 Mio Euro liquidem Vermögen bertreuen. Ein guter Relationship Manager betreut durchschnittlich Anlagevolumina zwischen 50 und 100 Mio. Euro. Sehr gute Berater liegen zwischen 100 und 150 Mio. Euro. Die wenigen Top-Berater, die mehr als 200 Mio. Euro betreuen, lassen sich am Finanzplatz Frankfurt an zwei Händen abzählen. In der Schweiz dagegen liegen diese Zahlen weit darüberhinaus.

Nicht zuletzt aufgrund der Finanzkrise reicht es heute den Bankern nicht aus, sich ausschließlich auf ihr Kontaktnetzwerk zu stützen. Gefragt sind Kandidaten mit einem breiten Fachwissen im Vermögensanlagegeschäft und Talent für die Akquise. Die verkäuferischen Fähigkeiten müssen mit einem von Nachhaltigkeit und Kontinuität geprägten Arbeitsstil gepaart sein. Selbstverständlich sind gute Manieren und ein gepflegtes Äußeres in diesem Beruf unabdingbar.

Für junge vertriebsorientierte Banker mit einem überdurchschnittlichen Studium bieten sich im Private Banking weiterhin gute Karrieremöglichkeiten auch wenn nur wenige Stellen zu vergeben sind. Die Gehälter für Junior Relationship Manager sind durchaus attraktiv und liegen bei rund 60.000 bis 70.000 Euro einschließlich Bonus. Betreuer, die gute Ergebnisse liefern, können zwischen 90.000 und 130.000 Euro verdienen. Nur wenige sehr erfahrene Wealth Manager verdienen mehr als 150.000 Euro.

Aleksander Montalbetti ist Personalberater und Geschäftsführer von Montalbetti Associates GmbH in Frankfurt, eine auf Finance spezialisierte Personalberatung.

Laut Fachblatt Elite Report zählen derzeit zum Beispiel Häuser wie Bank Sarasin, Bankhaus Lampe, Berenberg Bank, BHF Bank, Bremer Landesbank, Credit Suisse, Conrad Hinrich Donner Bank, Delbrück Bethmann Maffei, DJE Kapital AG, Fiduka Depotverwaltung, Fürst Fugger Privatbank, Hamburger Sparkasse, Merck Finck, Metzler, Pictet & Cie, Sal. Oppenheim, UBS, VP Bank, Weberbank und Wilhelm von Finck zu den besten Vermögensverwaltern in Deutschland.

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