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Es geht also doch: NordLB baut weiter Personal auf

Der Hauptsitz der NordLB in Hannover.

Der Hauptsitz der NordLB in Hannover.

Während die Geschäftsbanken allmählich ihre Zahlen für das erste Quartal präsentieren, hat die NordLB am heutigen Dienstag (23. April) endlich ihre Ergebnisse für 2012 vorgelegt. Dabei machte die Schifffahrtskrise einen Strich durch die Gewinn und Verlust-Rechnung der Hannoveraner. So belastete allein die Risikovorsorge für die Schiffsfinanzierung das Ergebnis mit rund 500 Mio. Euro.

Entsprechend stürzte das Vorsteuerergebnis der NordLB in 2012 um 90 Prozent auf nur noch magere 76 Mio. Euro ab. Dagegen konnte der Zinsüberschuss als Hauptertragsquelle der Bank um 11 Prozent auf 1,957 Mrd. Euro zulegen. NordLB-Chef Gunter Dunkel hofft unterdessen auf Besserung: „Es gibt Anzeichen dafür, dass wir den zyklischen Tiefpunkt an den Schifffahrtsmärkten hinter uns haben. Ein kurzfristiges Ende der Krise ist allerdings nicht zu erwarten, so dass wir im Schiffssegment auch im laufenden Jahr mit einer überdurchschnittlichen hohen Risikovorsorge rechnen.“

Während die Anteilseigner also kaum auf eine Gewinnausschüttung hoffen dürften, kommt das Personal besser davon. So zählt die NordLB zu den wenigen Instituten, die tatsächlich noch neue Stellen schaffen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg in 2012 konzernweit um 76 auf 7539 Beschäftigte.

Konkret kamen in der Bremer Landesbank  30 Stellen hinzu, im Kreditservice Nord 16 Stellen, in der NordLB selbst elf Stellen, der NordLB Luxemburg zehn und im NordLB Asset Management neun Stellen.

Auch bei den Vergütungen sparte die Landesbank nicht. Für Gehälter und Boni ließ die Gruppe in 2012 insgesamt 492 Mio. Euro springen, was 8 Prozent mehr als im Vorjahr waren. Jeder Mitarbeiter kassierte also durchschnittlich 65.261 Euro, was einen Anstieg um gut 7 Prozent gegenüber 2011 bedeutet. Das schwache Ergebnis und die steigenden Personalkosten bedeuten indes auch, dass sich die Kosten-Ertrags-Quote von 52,8 auf 61,2 Prozent verschlechterte.

Die Entwicklung anderer Mitarbeiterkennzahlen spricht ebenfalls für keine Krisenstimmung bei den Hannoveranern. So kletterte der Krankenstand von 4,4 Prozent in 2010, auf 4,8 Prozent in 2011 und auf 5,2 Prozent in 2012. Ebenso legte die Fluktuationsquote von 2,1 Prozent in 2010 über 3,7 Prozent in 2011 auf 3,8 Prozent in 2012 zu. Damit fällt die Fluktuation allerdings immer noch gering aus.

Wer sich übrigens dafür interessiert, wie ökologische die Kollegen von der NordLB leben und arbeiten, sollte die folgende Tabelle eingehend studieren:

Quelle: Geschäftsbericht 2012 der NordLB

Quelle: Geschäftsbericht 2012 der NordLB

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