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Trotz Kahlschlags hat die HSH Nordbank in 2012 gut 130 Mitarbeiter eingestellt

HSH Nordbank in Hamburg

HSH Nordbank in Hamburg

Bei kaum einer deutschen Bank kreist der Rotstift so unerbittlich wie bei der HSH Nordbank. Laut den jetzt vorgelegten Geschäftszahlen für 2012 fiel die Mitarbeiterzahl (auf Vollzeitbasis) von 3684 auf 3123 Beschäftigte. Dies bedeutet ein Minus von 15,2 Prozent oder 561 Vollzeitstellen. Entsprechend sank der Personalaufwand um 12,7 Prozent auf 357 Mio. Euro.

Doch die HSH Nordbank stellt auch ein gutes Beispiels dafür dar, dass viele Banken auch in einer Phase des Personalabbaus Neueinstellungen vornehmen. So wurde die Vertriebsmannschaft im Kreditgeschäft deutlich verstärkt. Ein Unternehmenssprecher wollte keine genaue Zahlen nennen –  „aber es sind schon einige“, ergänzte der Sprecher. Damit habe die HSH Nordbank das Neugeschäft um 45 Prozent auf 6,8 Mrd. Euro steigern können.

Ein Blick in den Jahresbericht bringt Gewissheit. Demnach hat die Landesbank insgesamt 132 Neueinstellungen vorgenommen, wovon natürlich nur ein Teil auf den Vertrieb entfallen sein dürften. Im Vorjahr waren noch 237 Mitarbeiter neu eingestellt worden.

Die Fluktuationsquote unter den Mitarbeitern ist von 7,9 Prozent auf 10,7 Prozent gefallen. Da das Durchschnittsalter und die durchschnittliche Unternehmenszugehörigkeit zugenommen haben, scheinen überwiegend jüngere Mitarbeiter die HSH Nordbank verlassen zu haben.

Laut dem Unternehmenssprecher will die HSH Nordbank das Wachstum im Neugeschäft auch im laufenden Jahr fortsetzen. So verfüge das Institut über einen „bilanziellen Spielraum“ für Neugeschäfte von bis zu 8 Mrd. Euro. Auch in 2013 solle der Vertrieb weiter gestärkt werden, hauptsächlich außerhalb der Kernregionen der HSH Nordbank in Schleswig-Holstein und Hamburg. Zu einem konkreten Personalaufbau wollte sich der Sprecher nicht äußern.

Quelle: Geschäftsbericht der HSH Nordbank 2012

Quelle: Geschäftsbericht der HSH Nordbank 2012

Trotz des aggressiven Kreditneugeschäfts verzeichnete die HSH Nordbank auch in 2012 tiefrote Zahlen. Der Konzernfehlbetrag halbierte sich indes von 265 Mio. auf 124 Mio. Euro. Die Bilanzsumme fiel von 136 Mrd. auf 131 Mrd. Euro.

Dennoch scheint die Bank im Vergleich zu den anderen deutschen Banken nicht allzu schlecht zu zahlen. So ließ die Bank für jeden Mitarbeiter rein rechnerisch durchschnittlich gut 114.300 Euro springen. Allerdings dürften hierin beträchtliche Kosten für Abfindungszahlen enthalten sein.

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