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Weltweiter Fachkräftemangel im Finanz- und Rechnungswesen

Internationale Studie: Akuter Personalbedarf und Besorgnis über Mitarbeiterfluktuation

Der Fachkräftemangel im Finanz- und Rechnungswesen wird immer stärker spürbar. Mehr als die Hälfte aller befragten Finanz- und Personalmanager hat Schwierigkeiten, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Dies ist eines der Ergebnisse der internationalen Studie Global Financial Employment Monitor von Robert Half International.

Besonders akut ist die Personalsuche in Asien, doch auch in Deutschland wird die Situation ernster. “Auch in Deutschland wird es immer schwieriger, talentiertes Fachpersonal zu rekrutieren. Zudem wird sich die Lage in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Viele ältere Mitarbeiter der Baby-Boomer-Generation mit umfassendem Know-how scheiden aus dem Unternehmen aus, wogegen junge Talente noch nicht über genügend Berufserfahrung und spezielle Kenntnisse verfügen”, bestätigt Sven Hennige, Senior Regional Director Central Europe bei Robert Half.

Im globalen Wettbewerb um die besten Talente wird auch die Bindung bereits angestellter Mitarbeiter zu einer immer größeren Herausforderung. 43% der Personalentscheider weltweit befürchten, Spitzenkräfte an die Konkurrenz zu verlieren. “Unternehmen sollten schnell handeln und neue Wege bei der Personalbindung und -entwicklung beschreiten. Neben einem attraktiven Gehaltspaket spielen Programme zur Karriereentwicklung und einer ausgewogenen Work-Life-Balance eine maßgebliche Rolle.”

Mühsame Suche nach Managern

Besonders mühsam ist der Studie zufolge derzeit die Personalsuche auf Managementlevel: Bei knapp 30% der deutschen Unternehmen stehen derzeit vor allem Führungskräfte wie zum Beispiel Chief Financial Officer oder Leiter Finanz- und Rechnungswesen ganz oben auf der Wunschliste. 18% der Finanz- und Rechnungswesenabteilungen finden keine qualifizierten Mitarbeiter für das Controlling und 14% suchen derzeit vor allem nach erfahrenen Steuerexperten.

Der stark umkämpfte Markt um die besten Talente im Finanz- und Rechnungswesen hat für Bewerber allerdings einen positiven Effekt. Bereits nach dem ersten Vorstellungsgespräch entscheidet sich jeder dritte Arbeitgeber für einen Kandidaten. Auch bei leitenden Positionen mit Führungsverantwortung kommt es mittlerweile bereits nach einem Zweit- oder Drittgespräch (43% und 29%) zu einem Vertragsabschluss.

Die weltweit von über 40% der Unternehmen befürchtete Mitarbeiterfluktuation von Spitzenkräften bereitet deutschen Personalentscheidern hingegen keine Sorgen; 77% haben hierzulande keine Bedenken, Top-Mitarbeiter an den Wettbewerb zu verlieren.

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