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Auf der Suche nach Exklusivität: Welche Ostereier Banker kaufen

Signature egg

Was kaufen Banker rund um den Globus zu Ostern 2013 für ihre Familien und Freunde? Wohl kaum das Supermarkt-Einerlei wie den „Hoppy Easter Bucket“ von Walmart für 24 Dollar oder den „Easter Basket“ von Tesco für 4 Pfund und schon gar nicht profane Ostereier von Aldi für 1,49 Euro. Die Antwort lautet vielmehr: Köstliche, handgemachte, hochwertige Schokoladen von den feinsten Chocolatiers der Welt.

„Unsere Filiale in der City ist zu Ostern ausverkauft“, sagt Paul Young von Paul A Young Fine Chocolates, der in der Nähe der Londoner Börse handgemachte Schokolade verkauft. „Im vergangenen Jahr haben wir immer mehr und mehr hergestellt und die Leute immer mehr und mehr gekauft“, erzählt Young. „Die Leute, die in der Londoner City arbeiten, können sich zu Ostern nicht mehr zurückhalten – sie arbeiten hart und wollen sich verwöhnen. Und sie können es sich auch leisten.“

Zu den saisonalen Delikatessen zählen „Signature Eggs“ für die Kleinigkeit von 75 Pfund, die mit gesalzenen Karamellbonbons gefüllt sind. Doch er verkauft auch Minieier, die ebenfalls mit Karamell gefüllt sind für ‚nur‘ 19,95 Pfund. „Davon verkaufen wir jetzt jede Menge in der City“, erzählt Young gegenüber eFinancialCareers.

Ganz ähnliches weiß Alex Yezril, Direktor vom Maison Du Chocolat, zu erzählen, das Läden in London, New York und Hongkong betreibt. Auch dort sind die Osterprodukte ausverkauft. „In diesem Jahr sind Lammfiguren unser Spezialthema. Sie sind handgemacht – komplett mit einem Fell aus Schokolocken. Es stellt einen enormen Erfolg dar und wir sind in London vollkommen ausverkauft und auch in New York ist es sehr beliebt“, sagt Yezril. „Wir bieten auch handgefertigte Eier und Schokoladennester an.“ Die Lämmer vom Maison Du Chocolat kosten stolze 58 Pfund. Auf den gleichen Preis kommen auch die stattlichsten Ostereier.

Hongkonger Cholocaltiers erzählen wiederum, dass Ostern im fernen Osten sowohl von Chinesen also auch von Ausländern immer ausgiebiger gefeiert wird. „Wir haben eine gute Mischung von chinesischen und westlichen Kunden, die Osterware kaufen“, sagt Lamey Chang von Peninsula Merchandising. Dabei handelt es sich um eine Tochtergesellschaft der Peninsula Hotels in Hongkong und Shanghai, die eine Reihe von Schokoladen in Filialen und online vertreiben. Der „Peninsula Easter Basket“ ist laut Chang nahezu ausverkauft, obgleich er immerhin 520 Hongkong-Dollar (52 Euro) kostet.

Doch nicht alle Branchenvertreter halten Banker für eine besonders kaufstarke Klientel für Osterprodukte. So erzählt Joe Guiliano, Mitbegründer von Christopher Norman Chocolates in New York, dass Banker bei ihren Ausgaben für Ostern sehr vorsichtig sind und das große Geld für Schokolade eher am Valentinstag ausgeben. Dennoch ließen sie für gewöhnlich eher wenig springen. „Bei den Wall Street Bankern handelt es sich einfach nicht um große Käufer von hochwertigen Schokoladenprodukten“, ergänzt Guiliano. „Sie sind nicht bereit, viel Geld auszugeben und sie wollen etwas kostenlos bekommen. Sie kaufen gerne Schokolade, wenn sie sie als Ausgaben geltend machen können, weniger aber wenn sie sie selbst bezahlen müssen“, beobachtet Guiliano.

Doch stimmt das? Ein Londoner Banker erzählt jedenfalls, dass er nicht viele Eier kaufen würde, auch nicht wenn diese zu Weihnachten kräftig herabgesetzt wären. Sicher würde er sich auch kein „Signature Egg“ für 75 Pfund leisten. „Meine Frau kauft sämtliche Ostereier“, gesteht er vielmehr. „Ich würde ihr ein ganz besonderes Ei kaufen, wenn ich mich schuldig fühlen würde. Meine Kinder sind ganz normal – sie wollen einfach nur ein großes Schokoosterei haben“, ergänzt der Banker.

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