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Schnellscheck: Lohnt es sich, für die Liechtensteiner VP Bank zu arbeiten?

Das Liechtensteiner Schloss - Sitz der Fürstenfamilie.

Das Liechtensteiner Schloss - Sitz der Fürstenfamilie.

Hohe Berge, hohe Gehälter und niedrige Steuern hat nicht nur die Schweiz zu bieten. Auch in Liechtenstein hat sich ein kleiner, aber feiner Finanzplatz entwickelt. Zu den drei Banken des Landes zählt die VP Bank, die am heutigen Dienstag (12. März) ihr Geschäftsergebnis für 2012 vorgelegt hat.

Nach einem Minigewinn von nur 5,3 Mio. Franken in 2011 erzielte die Bank im vergangenen Jahr ein Ergebnis von 47,1 Mio. Franken. Dabei legten die Erträge um 8 Prozent auf 242,4 Mio. Franken zu. Doch lohnt es sich, dort zu arbeiten?

Zunächst geht der Erfolg auch zu Lasten des Personals. So sind in 2012 rund 30 Stellen verschwunden. Auf Vollzeitbasis beschäftigte die VP Bank Ende 2012 noch 707 Mitarbeiter, was ein Minus von 4,2 Prozent bedeutet.

Noch rapider ging es bei dem Personalaufwand bergab. Dieser verminderte sich binnen Jahresfrist um 17,1 Prozent oder 21,6 Mio. auf nur noch 104,4 Mio. Franken. Laut einem Unternehmenssprecher geht dies jedoch auf eine Umstellung der Altersvorsorge vom Leistungs- auf das Beitragsprinzip zurück. Dabei handle es sich um einen Einmaleffekt.

Tatsächlich erhöhten sich die Ausgaben für Gehälter und Löhne um 1,5 Prozent auf 98,6 Mio. Franken. Unter dem Strich legten die Gehälter pro Kopf sogar um 6 Prozent auf etwa 139.500 Franken zu.

Der Personalaufwand pro Kopf – in dem zusätzlich Sozialbeiträge und Altersvorsorgezahlungen einfließen – belief sich auf knapp 147.700 Franken. Damit zeigte sich die VP Bank deutlich knausriger als UBS, Credit Suisse, Vontobel und Julius Bär, die im vergangenen Jahr für ihre Beschäftigten durchschnittlich zwischen 218.000 und 277.000 Franken springen ließen.

Allerdings soll der Stellenabbau bei der VP Bank vorläufig vorbei sein. Laut einem Unternehmenssprecher seien für 2013 keine weiteren Kündigungen geplant. Da der Kostendruck auch weiterhin anhalte, könnte indes nicht jede frei werdende Stelle wiederbesetzt werden. Der Personalabbau werde sich erst im laufenden Jahr positiv auf die Kosten auswirken.

Dennoch scheint die VP Bank als Arbeitgeber nicht unattraktiv zu sein, denn die Fluktuation fällt niedrig aus. Laut dem Geschäftsbericht ist ein Beschäftigter durchschnittlich 40,1 Jahre alt und arbeitet seit 8,8 Jahren bei dem Institut.

Die VP Bank stellt jedenfalls auch weiterhin ein. Auf der Unternehmenswebsite sind derzeit neun Stellen ausgeschrieben.

Quelle: Geschäftsbericht 2012

Quelle: Geschäftsbericht 2012

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