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McKinsey-Studie: Qualifizierte Bankmitarbeiter werden knapp

Europäischen Großbanken gehen die Experten aus. Davor warnt die Unternehmensberatung McKinsey in einer Kurzstudie.

In den kommenden fünf Jahren werden demnach viele führende Kreditinstitute in Europa mangels geeigneter Mitarbeiter Probleme haben, ihre Strategie- und Wachstumspläne auch umzusetzen. Nur die besten Finanzdienstleister können nach Ansicht von McKinsey auf geeignete Kräfte aus dem Unternehmen zurückgreifen. Wer das sein soll, ob zum Beispiel die Deutsche Bank dazu zählt, dazu schweigen sich die Autoren des Papiers aus.

Die Masse der Banken müsse sich wohl oder übel mit Mitarbeitern zufrieden geben, die nicht wirklich zu den Besten zählen, spekuliert McKinsey. Alternativ müssten sich die Banken bei externen Kandidaten umschauen. Ein teures und riskantes Unterfangen, mutmaßen die Autoren des Papiers, Lars Putzer, Christos Sermpetis und George Tsopelas.

Die zweiseitige Studie basiert auf einer Befragung von Personalverantwortlichen bei 13 europäischen Universalbanken. Demnach spürten bereits jetzt die meisten Personalmanager einen Mangel an qualifizierten Mitarbeitern für strategisch wichtige Positionen. McKinsey hat nun hochgerechnet, dass die Banken in drei Jahren 25 bis 40 Prozent von freiwerdenden Führungspositionen nicht mit eigenen Kräften besetzen können.

Am härtesten dürfte der Personalmangel das Privatkundengeschäft treffen. Hier werden künftig geeignete Mitarbeiter fehlen, die zum Beispiel die Übernahme einer ausländischen Bank managen können, sich im Turnaroundmanagement auskennen oder wissen, was “Push”-Marketing und “Third-Party-Channel-Development” ist, so McKinsey.

Erschwerend komme hinzu, dass die meisten führenden Banken in Europa nach Wachstumsmöglichkeiten in Schwellenländern suchen, gleichzeitig die Kunden auf den etablierten Märkten wegen des harten Konkurrenzkampfes aber immer öfter die Bank wechseln.

Welche deutschen Kreditinstitute an der Umfrage teilgenommen haben, konnte eFinancialCareers leider auf die Schnelle nicht feststellen. Eine Stellungnahme von McKinsey war zunächst nicht zu bekommen.

Kommentare (3)

Comments
  1. Der Meinung kann ich mir nur anschließen, dass es immer schwieriger wird, geeignetes Personal zu finden. Ich habe selbst kürzlich die Erfahrung gemacht, dass sich der Rekruiting-Prozeß dadurch deutlich verlängert. Wenn es dann soweit ist und man glaubt, den/die Richtige/n gefunden zu haben, sagen mittlerweile die Kandidaten ab, weil sie ein lukrativeres Angebot in der Tasche haben.

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich kann diese Knappheit an qualifizierte Mitarbeitern, ob bei der Bank, IUT-Branche usw. überhaupt nicht verstehen. Hören Sie endlich auf, darüber ständig zu schreiben, wir haben genug qualifizierte Leute, nur die Arbeitgeber(Konzernen) bewegen sich in der Hinsicht sehr langsam. Damit man eine qualifizierte Stelle bekommt (über Zeitarbeit, klappt es überhaupt nicht) weil die Entscheidung an UN liegt.

  3. Was hat denn bitte Privatkundengeschäft mit Bankenübernahmen und Turnaroundmanagement zu tun?

    Also welche Abteilungen für welche Kundensegmente trifft der Personalmängel jetzt am härtesten?

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