☰ Menu eFinancialCareers

Wie die Mitarbeiter der Hannover Rück die Kollegen von der Konkurrenz deklassieren

246,8 Mio. Euro hat Hannover Rück vor Steuern und Zinsen (EBIT) im ersten Halbjahr verdient. Das hört sich zunächst nach nicht sonderlich viel Geld an – zumal das Vorjahresergebnis mit 490,7 Mio. Euro fast doppelt so hoch ausfiel. Dennoch deklassieren die Mitarbeiter ihre Kollegen von der Konkurrenz.

Denn pro Kopf generierte jeder der 2211 Mitarbeiter des drittgrößten Rückversicherers der Welt ein EBIT von 111.624 Euro – eine stattliche Summe. Damit verdienten die Hannoveraner deutlich mehr als das zweitgrößte Unternehmen Swiss Re aus Zürich, wo jeder Beschäftigte durchschnittlich ein EBIT von umgerechnet 76.228 Euro generierte.

Der Weltmarktführer Munich Re musste sogar konzernweit einen Verlust pro Kopf von 9290 Euro verkraften, wobei allein die Rückversicherungssparte ein Minus von 679 Mio. Euro verursachte. Auch die Allianz verdiente mit jedem ihrer gut 150.000 Mitarbeiter durchschnittlich lediglich 15.316 Euro.

Vor diesem Hintergrund fiel die Bezahlung der Mitarbeiter bei den Hannoveranern eher bescheiden aus. So belief sich der Personalaufwand im ersten Halbjahr auf 95,6 Mio. Euro. Folglich ließ Hannover Rück für jeden Beschäftigten in den ersten sechs Monaten des Jahres lediglich 43.238 Euro springen.

Für das erfreuliche Ergebnis des Unternehmens war indes hauptsächlich das Asset Management verantwortlich. So belief sich das Kapitalanlageergebnis im ersten Halbjahr auf 402,5 Mio. Euro. Durch die Großschadensereignisse im ersten Quartal verlor Hannover Rück mit einer Schaden-Kostenquote von 110,3 Prozent im eigentlichen Rückversicherungsgeschäft sogar Geld.

Das Unternehmen hält indes nur wenige Anleihen der Euro-Peripheriestaaten. Mithin blickt Hannover Rück-Chef Ulrich Wallin auch optimistisch in die Zukunft: “Unser Konzernergebnis für das erste Halbjahr in Höhe von 218 Mio. Euro sollte es uns – bei normalen Verlauf des zweiten Halbjahrs – komfortabel erlauben, unseren angepeilten Jahresgewinn in Höhe von rund 500 Mio. Euro zu erreichen.”

Kommentare (0)

Comments

Antworten

Pseudonym

Pflichtfeld

E-Mail

Ungültige E-Mail-Adresse

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier