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Britisches Gericht verdonnert Commerzbank zu Millionenbonus

Als Tiger gesprungen – wie ein Bettvorleger gelandet.

Erneut ist die Commerzbank beim Versuch, Millionenboni für Ex-Dresdner-Kleinwort-Banker einzubehalten, gescheitert.

Wie britische Medien am Wochenende berichteten hat der High Court in London die Commerzbank dazu verdonnert, vier Ex-Mitgliedern des “Executive Commitee” – Stefan Guetter, Efstratios Hatzistefanis, Areski Iberrakene and Kaveh Taleghani – vertraglich zugesagte Gehälter und Boni von insgesamt rund 12 Mio. Euro zu zahlen.

Die Commerzbank wollte die Ex-Topbanker für die Milliardenverluste heranziehen, die die Dresdner-Bank-Tochter im Zuge der Finanzkrise “erwirtschaftet” hat, berichtete der Sunday Telegraph.

Davon zeigte sich der Richter aber gänzlich unbeeindruckt. “Dass die Öffentlichkeit über die hohen Boni für Investmentbanker besorgt ist, kann kein Grund sein, ein Verfahren zuzulassen, dass keine Verteidigung habe”, urteilte der Jurist britisch verklausuliert.

Soll wohl heißen: Wenn die Commerzbank so blöd war, Spitzenbankern Millionenboni zu garantieren, damit sie im Zuge der Finanzkrise nicht zu einer anderen Bank wechseln, dann kann sie nicht hinterher, nur weil es der Bank schlecht geht, die Kohle zurückhalten.

Ach ja: Guetter, der ehemalige Head of Global Distribution bekam einen Bonus von 3,25 Mio. Euro zugesprochen, Iberrakene 2,5 Mio. Euro und die anderen beiden je 1,3 Mio. Euro.

Was meinen Sie? Hat die Commerzbank zu hoch gepokert? Oder hat die Bank einfach Pech gehabt, dass sie an den falschen Richter geraten ist?

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