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Gestresst? Lassen Sie doch einen Inder für sich arbeiten

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Falls sie auch zu den hochbezahlten Bankern zählen, die mehr als 80 Stunden in der Woche arbeiten und ihre Kinder nur noch auf Fotos sehen, dann sollten Sie sich den folgenden Beitrag gründlich durchlesen, denn er könnte die Lösung für alle Ihre Probleme darstellen.  So berichtet das US-Telekommunikationsunternehmen Verizon in einem Firmenblog von einem Spionageangriff der besonderen Art.

Wie so viele andere Unternehmen auch gewährte ein namentlich nicht genanntes US-Unternehmen seinen Mitarbeitern einen VPN-Zugang, damit diese auch von zuhause aus arbeiten können. Nachdem diese Technologie bereits zwei Jahre eingeführt war, hat die IT-Sicherheitsabteilung im Mai 2012 Routinekontrollen durchgeführt und dabei festgestellt, dass sich nahezu täglich jemand via VPN aus der chinesischen Stadt Shenyang in das System des US-Unternehmens einloggte. Dies ging mindestens sechs Monate vor sich – ältere Logindaten waren leider nicht verfügbar.

Natürlich witterten die IT-Sicherheitsleute sofort Unternehmensspionage aus dem Reich der Mitte. Denn das US-Unternehmen stellt wichtige Infrastruktur für die Vereinigten Staaten zur Verfügung –  es handelte sich also um ein lohnendes Zielobjekt.

Darüber hinaus wurde für die Öffnung des VPN-Zugangs ein digitaler Schlüssel (RSA) benötigt – eine Art Chip. Falls jemand einen solchen Sicherheitsschlüssel knacken konnte, dann wäre dies äußerst alarmierend.

Und drittens stellten die Sicherheitsexperten fest, dass die Chinesen die Zugangsdaten eines Programmierers des US-Unternehmens nutzten, während dieser friedlich an seinem Arbeitsplatz saß und auf den Bildschirm starrte.

Bei dem Mitarbeiter, nennen wir ihn Bob, handelte es sich um einen Softwareentwickler Mitte 40, der in C, C++, Perl, Java, Ruby, PHP usf. versiert war. „Der Entwickler war relativ lang in dem Unternehmen beschäftigt, ein Familienmensch, harmlos und ruhig. Niemand würde ihn in einem Fahrstuhl zweimal ansehen“,  heißt es in dem Blog weiter.

Um dem Spionageangriff auf die Schliche zu kommen, nahmen die IT-Sicherheitsleute Bobs Desktop genauer unter die Lupe. „Was wir fanden, überraschte uns: Hunderte von PDF-Rechnungen von einem anderen Entwickler aus – wie Sie sich denken können – Shenyang in China.“

„Es kam heraus, dass Bob einfach seinen eigenen Job an eine chinesische Consulting-Firma outgesourced hatte. Er gab ein Fünftel seines fünf- bis sechsstelligen Gehalts für ein chinesisches Unternehmen aus, das seinen Job erledigte“, resümiert der Blog. Dazu hatte Bob seinen digitalen Sicherheitsschlüssel einfach per Paketdienst nach Shenyang gesendet.

Nach der Auswertung des Broserverlaufs verlief Bobs Arbeitstag folgendermaßen:

9 Uhr: Ankunft am Arbeitsplatz und einige Stunden Surfen im Internet. Anschauen von Katzenvideos

11.30 Uhr: Mittagessen

13 Uhr: Einkaufen auf ebay

14 Uhr: Zeit für Facebook und LinkedIn

16.30 Uhr: Email über den Arbeitsverlauf an das Management

17 Uhr: Zeit, nachhause zu gehen

Falls Sie also z.B. als M&A-Associate Ihre Nächte mit Excel-Tabellen und Powerpoint-Folien verbringen, dann sollten Sie ein wenig Geld für indische Kollegen ausgeben, die Ihren Job erledigen, während Sie dem Matratzenhorchdienst nachgehen.

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Kommentare (2)

Comments
  1. toller Titel, Hamann, herzlichen Glückwunsch! NOT – bisschen mehr Feingefühl bitte. Der war richtig schwach!

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