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Bei der Bezahlung schlägt Brevan Howard sogar Goldman Sachs

Falls Sie in Banking oder Financial Services viel Geld verdienen wollen, dann sollten Sie für Goldman Sachs arbeiten. Doch wenn Sie das ganz große Geld verdienen möchten, dann sind Sie beim Genfer Hedgefonds mit Londoner Wurzeln Brevan Howard definitiv besser aufgehoben.

In der jüngsten Vergangenheit gab es bereits Gerüchte über die enormen Gehälter bei Goldman Sachs. So soll die US-Investmentbank 2010 für ihre Managing Directors in London die Kleinigkeit von 750.000 US-Dollar springen gelassen haben. Doch dabei scheint es sich sogar um eine Untertreibung handeln. Denn laut Goldmans „Pillar 3 disclosure“ für 2011 (einer Art Vergütungsbericht)  zahlte die Bank für ihre Führungskräfte an der Themse, dem sogenannten „Coded stuff“, sogar durchschnittlich 937.000 Dollar.

Scheint sich gut anzuhören? Tatsächlich fällt die Bezahlung im Vergleich zum Konkurrenten JP Morgan üppig aus. Dort belief sich die Gesamtvergütung des „Coded stuff“ auf vergleichsweise bescheidene 366.000 US-Dollar.

Doch die Gehälter der beiden führenden Investmentbanken fallen im Vergleich zum Genfer Hedgefonds Brevan Howard geradezu knausrig aus. Dies geht zumindest aus den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2011/12 hervor, die Brevan Howard erst Ende Dezember veröffentlich hat. In diesem Geschäftsjahr ließ Brevan Howard 74 Mio. Pfund für die 49 Partner springen. Darüber hinaus wurden den Partnern weitere 270 Mio. Pfund an Gewinnbeteiligung zugeordnet. Die Vergütung – die hauptsächlich aus Cash bestehen dürfte – beläuft sich somit auf 1,5 Mio. Pfund pro Kopf. Hinzu kommen 5,5 Mio. Pfund an Gewinnbeteiligung.

Doch es kommt noch besser: Laut der „Pillar 3 disclosure“ von Brevan Howard, die erst vor einigen Tagen veröffentlicht wurde, wird der Hedgefonds von der britischen Finanzaufsicht als relativ unwichtiger Finanzdienstleister (Tier 3) klassifiziert. Als solchem steht es dem Hedgefonds frei, auf aufgeschobene Vergütungsbestandteile zu verzichten. Weiter gibt Brevan Howard selbst an, dass die Vergütungen keinerlei Rückzahlungsbedingungen unterliegen. Falls Sie also 7 Mio. Pfund bei Brevan Howard verdienen, dann sind diese Ihnen auch in Zukunft sicher. Dagegen behalten sich Goldman Sachs und JP Morgan vor, bereits gewährte Boni unter bestimmten Bedingungen wieder einzukassieren.

Doch da das Geschäftsjahr bei Brevan Howard bereits im März 2012 endete und die Daten erst jetzt veröffentlich wurden, sind sie leider ein wenig veraltet. Aufgrund der branchenweit schwächeren Geschäfte dürften auch die Boni für 2012 ebenfalls auf breiter Front nachgeben.

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