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Verdi befürchtet Arbeitsplatzabbau bei BayernLB und bayerischen Sparkassen

Die Krise bei der BayernLB gefährdet auch die Arbeitsplätze und Einkommen der Beschäftigten bei der Landes-bank und den bayerischen Sparkassen, warnt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.

“Wir fordern deshalb, dass das Rettungspaket für die Landesbank auch auf die Beschäftigten ausgedehnt wird”, sagte Josef Falbisoner, Landesbezirksleiter von Verdi in Bayern. “Bei staatlicher Unterstützung müssen Kündigungen und eine Mitfinanzierung des Schadens durch Beschäftigte ausgeschlossen werden.”

“Politik und Management haben bei der Landesbank ein beispielloses Debakel angerichtet”, so Falbisoner. Obwohl offenkundig das Ausmaß des Schadens schon vor der bayerischen Landtagswahl bekannt gewesen sei, hätten Verantwortliche in den Aufsichtsgremien der Öffentlichkeit Sand in die Augen gestreut.

Falbisoner: “Es rächt sich jetzt, dass es in den Aufsichtsgremien der BayernLB und der bayerischen Sparkassen keine Arbeitnehmervertreter gibt. Da wäre dieses Versteckspiel schnell beendet gewesen.” Dieser unzeitgemäße Sonderstatus müsse deshalb umgehend beendet werden.

Aus negativer Erfahrung wisse man, dass nun versucht werden wird, die Folgen der Pleite auf andere abzuwälzen: Die Bürger und nicht zuletzt die Beschäftigten. “Wir vermuten, dass sowohl die Landesbank als auch die Sparkassen ihre Angestellten bluten lassen werden”, erläutert dazu Klaus Grünewald, Leiter des Fachbereichs Finanzdienstleistungen bei ver.di Bayern.

Erster Zugriff seien dabei die erfolgs- bzw. leistungsorientierten Vergütungsbestandteile, die sich auf einen bis zu dreistelligen Millionenbetrag summieren könnten. Statt des Managements würden so die abhängig Beschäftigten in Haftung genommen; das müsse verhindert werden.

“Wir fordern deshalb, dass diese Aufwendungen für Beschäftigte neutralisiert werden, um sie dem Zugriff zur Refinanzierung der eklatanten Misswirtschaft zu entziehen”, so Grünewald.

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