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Auch in Frankfurt regiert der Rotstift: UBS und Credit Suisse setzen Investmentbanker und Wealth Manager vor die Tür

Die tiefen Einschnitte der internationalen Großbanken verschonen auch den Standort Frankfurt nicht. So kündigte die UBS Deutschland am heutigen Dienstag (4. Dezember) an, hierzulande bis zu 35 Stellen zu streichen.

Konkret sollen die Niederlassungen in Dortmund, Essen und Rosenheim dichtgemacht werden. Die vermögende Klientel soll fortan von Düsseldorf und München betreut werden. Darüber hinaus soll der Standort Wiesbaden mit Frankfurt zusammengelegt werden. Weiter werden fünf Jobs im Frankfurter Fixed Income-Geschäft wegfallen.

Dennoch bekannte sich UBS Deutschland-Chef Axel Hörger zum Standort: „Deutschland ist und bleibt einer der wichtigsten europäischen Märkte für die UBS. Wir sind seit Jahrzehnten hier vertreten und sehen weiteres Wachstumspotenzial in unseren Kerngeschäften. Mit der Neuausrichtung stellen wir uns auf ein zunehmend härteres Marktumfeld ein.“

Laut einem Unternehmenssprecher schreibt die UBS in Deutschland schwarze Zahlen. Zwar bewege sich das Ergebnis auch im Wealth Management in die richtige Richtung, dennoch sei die Gewinnzone hier noch nicht erreicht.

Doch insgesamt scheinen die Schnitte wesentlich tiefer zu reichen. Laut dem amerikanischen Wall Street Journal (WSJ) sind in Frankfurt in jüngster Zeit allein 15 Prozent der Jobs im Investmentbanking weggefallen. Dies betreffe vor allem das Geschäft mit Aktien und Fusionen und Übernahmen.

So will das WSJ aus Branchenkreisen erfahren haben, dass bei der UBS 10 bis 15 Prozent der knapp 150 Arbeitsplätze im Investmentbanking dem Rotstift zum Opfer fallen werden. Dies werde zu dem bereits geplanten Abbau von 10 Prozent der rund 1000 Stellen bei der UBS in Deutschland hinzukommen. Vor einigen Wochen hatte der Konzern den mittelfristigen Abbau von 10.000 Jobs vor allem im Investmentbanking angekündigt.

Doch mit dem Kahlschlag beim Personal steht die UBS nicht allein dar. Vielmehr sollen auch im Investmentbanking der Credit Suisse ein Viertel der Stellen in Frankfurt dem Rotstift zum Opfer gefallen sein.

Laut dem WSJ belege dies, dass die Ambitionen Frankfurts, zum Finanzzentrum London aufzuschließen, illusorisch waren. „Frankfurt hat seit mehr als zehn Jahren versucht. stärker als London zu sein, aber sie hatten keine Chance“, sagte Headhunter Andreas Weik von Heads! Die politische Unterstützung für die Finanzwirtschaft sei in London wesentlich ausgeprägter als in Deutschland, wo die Industrie im Mittelpunkt stehe. „Daher wird Frankfurt niemals die gleiche Rolle wie London spielen“, ergänzte Weik.

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