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Strahlende Gesichter bei der Credit Suisse: Jeder Mitarbeiter erhält einen durchschnittlichen Bonus von 144.000 Franken

Während bei der Präsentation der UBS-Zahlen für 2009 noch das Jammern vorherrschte, können die CS-Beschäftigten jubeln. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 erhält jeder Mitarbeiter allein 144.000 Franken an variabler Vergütung. Damit fallen die Boni indes um 21 Prozent niedriger aus als in 2007, wie die Großbank bei der Vorlage ihres Geschäftsberichts für 2009 heute in Zürich betonte.

Bonis werden zeitverzögert ausgezahlt

Dennoch müssen auch die Beschäftigten der Credit Suisse einen kleinen Wermutstropfen vertragen: 40 Prozent der Boni werden über mehrere Jahre gestreckt ausbezahlt und sind abhängig von bestimmten Leistungskriterien. Mithin können diese aufgeschobenen Zahlungen vefallen, falls diese Kriterien nicht erreicht werden.

Die Managing Directors erhalten 60 Prozent ihrer variablen Vergütung in zeitverzögerter Form; bei den Mitgliedern der Geschäftsleitung beläuft sich dieser Wert sogar auf 100 Prozent.

CS-Chef Brady W. Dougan verteidigte die veränderte Vergütungspolitik: “Uns ist bewusst, dass es in unserer Branche bei der Vergütungspolitik ein Umdenken braucht. Die Credit Suisse setzt seit vielen Jahren aufgeschobene, aktienbasierte Vergütungsinstrumente ein. 2009 haben wir als erstes Unternehmen bekannt gegeben, wie wir die Richtlinien der G-20 umsetzen. Wir haben eine neue Vergütungsstruktur eingeführt, die das Engagement der Credit Suisse für eine verantwortungsvolle, ausgewogene und leistungsorientierte Vergütungspolitik unterstreicht.”

Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich binnen Jahresfrist minimal um 200 auf 47.600. Der Personalaufwand legte um 13 Prozent auf knapp 15 Mrd. Franken zu. Mithin zahlte das Unternehmen für jeden Mitarbeiter durchschnittlich knapp 314.000 Franken.

Analystenerwartungen verfehlt

Mit Hinblick auf das Geschäftsergebnis triumphierte Dougan: “Mit unserem Geschäftsmodell erzielen wir heute stabilere Erträge. Damit ist es uns gelungen, im Jahr 2009 ein sehr gutes Ergebnis zu erzielen. So verzeichneten wir einen Reingewinn vn CHF 6,7 Mrd., eine Eigenkapitalrendite von 18,3 Prozent und Netto-Neugelder von über CHF 44 Mrd.” Die durchschnittliche Analystenerwartung von gut 7 Mrd. verfehlte die CS jedoch.

Als Hauptertragsbringer bewährte sich abermals das Investmentbanking, in dem die CS einen Rekord-Vorsteuergewinn von 6,85 Mrd. Franken erzielte. Laut dem Bankangaben lag das Verhältnis zwischen Vergütung und Ertrag mit 41 Prozent auf einem historisch niedrigen Niveau.

Der Bereich Wealth Management steuerte einen Vorsteuergewinn von 3,7 Mrd. Franken zum Ergebnis bei, der mit -1 Prozent marginal sank. Insgesamt konnte die CS einen Nettoneugeldzufluss von 41,6 Mrd. Franken verzeichnen. CS-Chef Dougan führte dies auf die erfolgreiche Onshore-Politik seines Hauses zurück.

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