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Sorgen Banken für Massenwohlstand?

Ein hoher Anteil von Banken an der regionalen Wirtschaftsstruktur sorgt offenbar für Massenwohlstand. Dies geht zumindest aus einer Untersuchung der europäischen Statistikbehörde Eurostat zur regionalen Wirtschaftsentwicklung hervor. Nach den jüngst vorgelegten Zahlen überbieten 41 Regionen in Europa das durchschnittliche EU-Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf von 24.000 Euro um 25 Prozent und mehr.

Den Spitzenwert erzielte mit 334 Prozent des BIP pro Kopf die Region “Inner London”, die mit der City das größte Finanzzentrum Europas beherbergt. Auf Platz zwei folgt mit immerhin 275 Prozent Luxemburg, das sich vor allem in den Bereichen Fondsverwaltung und Private Banking einen Namen gemacht hat.

Keine gesonderte Erhebung für Frankfurt

Dagegen befindet sich Frankfurt erst auf Platz 15. Allerdings muss hierbei beachtet werden, dass Eurostat die Werte für den Großraum Frankfurt nicht gesondert ermittelt, sondern lediglich für den Regierungsbezirk Darmstadt, der weit über den Finanzplatz “Mainhattan” hinausragt. Doch selbst im Regierungsbezirk Darmstadt werden noch 156 Prozent des durchschnittlichen EU-BIP pro Kopf erwirtschaftet.

Vor der Region Darmstadt rangieren aus Deutschland nur die Stadtstaaten Hamburg (Platz 4, 192 Prozent) und Bremen (Platz 13, 159 Prozent). Die Region Oberbayern kommt ebenfalls noch vor dem Rhein-Main-Gebiet auf Platz 9 (165 Prozent). Doch auch hier dürften die Finanzberufe zu einem erheblichen Teil zum Wohlstand beitragen, denn in München sind mit Allianz und Munich Re gleich zwei Schwergewichte aus der Versicherungsbranche beheimatet.

Eurostat weist bei seiner Untersuchung indes darauf hin, dass es teilweise beträchtliche Pendlerströme in die reichen Regionen gibt. Dadurch erscheint ihr BIP pro Kopf höher als in der Realität.

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