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Erholung im Investmentbanking der Deutschen Bank: Boni steigen ordentlich

Deutsche Bank (Photo credit: mattingham)

Deutsche Bank (Photo credit: mattingham)

Mit einem Vorsteuergewinn von 1,127 Mrd. Euro konnte die Deutsche Bank im dritten Quartal glänzen, was 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum waren. Für den Geldsegen war vor allem die Erholung im Investmentbanking verantwortlich, wo das Institut einen Vorsteuergewinn von 662 Mio. Euro einstrich. Damit waren die Investmentbanker des Hauses für 58,7 Prozent des Ergebnisses verantwortlich. Im Vorjahresquartal hatte sich die Sparte noch mit einem Minigewinn von 70 Mio. Euro begnügen müssen.

Vergütungen bleiben unter Vorjahresniveau

Dabei erholte sich vor allem das Geschäft mit festverzinslichen Produkten. Dort legten die Erträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Drittel auf 2,5 Mrd. Euro zu. Eine ganz ähnliche Steigerung verzeichnete der deutsche Branchenprimus im Aktiengeschäft, wo die Bank 642 Mio. Euro erlöste. In Origination & Advisory kletterten die Erträge sogar um 80 Prozent auf 677 Mio. Euro.

Mithin steigen auch die Boni wieder deutlich an. So ließ die Deutsche Bank für ihre 14.378 Investmentbanker im dritten Quartal immerhin 1,257 Mrd. Euro springen, was stolze 51 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum waren. In den ersten neun Monaten belief sich der Personalaufwand im Corporate & Investmentbanking indes nur auf 4,138 Mrd. Euro. Für jeden Mitarbeiter wendete das Institut also durchschnittlich 287.800 Euro auf, was 13,5 Prozent weniger als im Vorjahr waren. Das Aufwands-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich von 75 auf 73 Prozent.

Asset und Wealth Management bleiben Sorgenkind

Dagegen bleibt das Asset und Wealth Management (AWM) die Baustelle der Bank. So brach der Vorsteuergewinn in den ersten neun Monaten im Asset Management gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 61 Prozent auf schmale 123 Mio. Euro ein. Im Wealth Management ging es um 59 Prozent auf 118 Mio. Euro bergab. Dabei lagen die Erträge mit 1,238 bzw. 1,507 Mrd. Euro nur jeweils 4 Prozent unter dem Vorjahr. Allerdings stiegen die Kosten im Zuge der Restrukturierung kräftig an. Auch im Filialkundengeschäft hat die Bank weiterhin mit der Profitabilität zu kämpfen. Dort ging der Vorsteuergewinn in den ersten neun Monaten um 16 Prozent auf 1,303 Mrd. Euro zurück.

Jobabbau kommt rasant voran

Beim Personalabbau kommt das Institut auch voran. So wolle die Bank den Abbau von 2000 Stellen im Investmentbanking noch in diesem Jahr weitgehend umsetzen. „Wir haben 1200 der geplanten 1500 Stellen im Kapitalmarktgeschäft schon abgebaut, der Rest wird zum allergrößten Teil bis Jahresende erfolgen“, sagte Finanzchef Stefan Krause. Davon entfallen indes nur 814 Stellen auf das eigentliche Kapitalmarktgeschäft; weitere 617 Jobs fallen in den dazugehörigen Infrastruktureinheiten weg. Darüber hinaus werden 562 Arbeitsplätze im AWM gestrichen.

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