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HSH Nordbank-Chef Paul Lerbinger wirft nach nur anderthalb Jahren das Handtuch

Als HSH Nordbank-Chef Paul Lerbinger noch lächeln konnte.

Als HSH Nordbank-Chef Paul Lerbinger noch lächeln konnte.

Hinter den Kulissen der HSH Nordbank scheint es mächtig zu krachen. Denn anders ist der überraschende Rücktritt von Bankchef Paul Lerbinger zu Monatsende kaum zu erklären. Laut einer Mitteilung der HSH Nordbank vom heutigen Mittwoch (17. Oktober) hat sich Lerbinger mit dem Aufsichtsratschef Hilmar Kopper auf diesen Schritt geeinigt.

An seine Stelle soll der derzeitige Finanzvorstand Constantin von Oesterreich treten. Der Wechsel an der Spitze der HSH Nordbank muss jedoch noch formal auf einer Aufsichtsratssitzung am 24. Oktober abgesegnet werden. Zu den Gründen für den Blitzrücktritt wollte sich das krisengeschüttelte Institut indes nicht äußern.

Aufsichtsratschef Kopper gab sich unterdessen höflich: „Herrn Lerbinger gebührt hoher Dank für die geleistete Arbeit und den unermüdlichen Einsatz unter sehr anspruchsvollen Rahmenbedingungen.“

Lerbinger hatte den Chefposten erst zum 1. März 2011 angetreten, nachdem der damalige HSH Nordbank-Chef  Dirk Jens Nonnenmacher nach einer endlosen Reihe von Affären seinen Hut nehmen musste. Der Vertrag Lerbingers lief eigentlich bis 2014.

In seine Amtszeit fiel auf Druck der EU-Kommission eine einschneidende Verkleinerung der Bank. So hatte Lerbinger erst vor gut einem Jahr angekündigt, bis 2014 rund 1200 Stellen bei der kriselnden Landesbank abbauen zu wollen.

Neben der Finanzkrise leidet die HSH Nordbank vor allem unter der Flaute im Schifffinanzierungsgeschäft, in dem das Institut stark engagiert ist. So musste sich die Landesbank im ersten Halbjahr mit einem Vorsteuergewinn von 70 Mio. Euro begnügen.

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