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Krise drückt auf die Gebühren im Investmentbanking: Schlechte Aussichten für Neueinstellungen

Das M&A-Geschäft in Europa wird voraussichtlich auch in 2013 nicht aus seinem langjährigen Tief herauskommen.  Laut der Studie „2013 Outlook for investment banking services“ des Informationsanbieters Thomson Reuters achten die Unternehmen bei der Beauftragung von Investmentbanken immer stärker auf niedrige Gebühren.

So gaben 45 Prozent der 141 international befragten Unternehmen an, dass die Gebührenhöhe das entscheidende Kriterium darstelle. Im Vorjahr waren es lediglich 43 Prozent gewesen. Besonders stark achten die Unternehmen aus Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) auf das Portemonnaie. Demnach sind hier für 56 Prozent der Unternehmen die Kosten entscheidend, während es im Vorjahr noch 47 Prozent waren.

Dennoch scheint die anhaltende Krise in Europa auch eine gute Seite zu haben. Denn hierdurch sind die Unternehmensbewertungen in Westeuropa ebenfalls im Keller, weshalb hiesige Unternehmen ins Fadenkreuz von Investoren geraten. So betrachten 56 Prozent der befragten Konzerne aus EMEA westeuropäische Unternehmen als besonders attraktive Übernahmeziele. Im Vorjahr waren es noch magere 17 Prozent gewesen.

Auch 44 Prozent der Umfrageteilnehmern aus dem asiatisch-pazifischen Raum halten Westeuropa für attraktiv, im Vergleich zu 8 Prozent im Vorjahr. 35 Prozent der amerikanischen Teilnehmer halten westeuropäische Unternehmen für besonders interessant. Im Vorjahr waren es noch 21 Prozent gewesen. Daher erwartet Thomson Reuters wachsende Aktivitäten in der Region.

„Es gibt schon einen großen Appetit auf Transaktionen. Die Pipeline ist zumindest im Bereich Fusionen und Übernahmen durchaus gefüllt“, sagte Leon Saunders Calvert von Thomson Reuters.

Dennoch bleibt auch weiterhin die Trennung von Nichtkernbereichen ein wichtiger Motor des M&A-Geschäfts. 53 Prozent der befragten Teilnehmer in EMEA antworteten, sich von Bereichen trennen zu wollen, um die Unternehmenskassen zu füllen.

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