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Baustelle UBS: Sanierung des Investmentbankings abgeschlossen – Mitarbeiter kassieren deutlich mehr

Zumindest an einer Baustelle im Konzern konnte die UBS im ersten Quartal einen wichtigen Erfolg verbuchen. Die Schweizer Großbank erzielte einen Reingewinn von 2,2 Mrd. Franken, wie das Unternehmen jetzt mitteilte. Für den Erfolg war vor allem das wiedererstarkte Investmentbanking verantwortlich. Die Analysten hatten im Vorfeld durchschnittlich lediglich mit 2 Mrd. gerechnet.

Personalaufwand steigt um 14 Prozent

Trotz der verbesserten Ertragslage trennte sich die UBS wieder von annähernd 1000 Mitarbeitern, womit zu Ende März 64.293 Mitarbeiter bei der Großbank beschäftigt waren; vor Jahresfrist waren es noch 76.206 Beschäftigte gewesen.

Die verbleibenden Mitarbeiter dürften indes deutlich mehr Geld im Portemonaie haben. Denn der Personalaufwand stieg immerhin um 14 Prozent auf 4,521 Mrd. Euro. Mithin wandte die UBS pro Mitarbeiter durchschnittlich gut 70.000 Franken auf. Binnen Jahresfrist waren es nur bescheidene 52.000 Franken gewesen.

Mitarbeiterzahl im Investmentbanking um 5 Prozent gesteigert

Wie schon bei anderen Großbanken steuerte das Investmentbanking den Löwenanteil zum Gewinn bei. So vervierfachte die UBS ihren Vorsteuergewinn in dieser Sparte auf 1190 Franken.

Allein im Bereich Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC) vervierfachten sich die Erträge auf 2,165 Mrd. Franken. Dagegen legten die Erträge im Aktiengeschäft um “nur” 32 Prozent auf 1,255 Mrd. Franken zu.

Dabei geht der Personalaufbau im Investmentbanking munter weiter: Die Zahl der Mitarbeiter legte von Jahresbeginn bis Ende März um 5 Prozent auf 16.373 zu und der Personalaufwand belief sich in dieser Sparte auf 1,993 Mrd. Franken. Somit zahlte die UBS für jeden Investmentbanker durchschnittlich knapp 122.000 Franken.

Vermögensabflüsse setzen sich fort

An der zweiten Konzern-Baustelle – Wealth Management & Swiss Bank – geht es indes nur langsam voran. In dieser Sparte hat die UBS ihr Private Banking und ihr Retailgeschäft außerhalb Amerikas gebündelt. Doch auch hier legte das Vorsteuerergebnis moderat um 5 Prozent auf 1,161 Mrd. Franken zu, wovon 696 Mio. Franken (+3%) auf das Wealth Management und 465 Mio. Franken (+7%) auf Retail & Corporate entfielen.

Dennoch zogen wohlhabende Anleger auch weiterhin Geld von der UBS ab. Der Nettoabfluss von Kundengeldern verringerte sich indes von 32,9 Mrd. im Vorquartal auf 8 Mrd. Franken in den ersten drei Monaten 2010.

Die Mitarbeiterzahl im Bereich Wealth Management & Swiss Bank blieb mit 27.552 quasi unverändert und der Personalaufwand belief sich auf 1,191 Mrd. Franken. Mithin zahlte die Bank für jeden Mitarbeiter durchschnittlich gut 43.000 Franken, worin indes das umfangreiche Retailbanking enthalten ist.

Oswald Grübel zufrieden

“Wir sind gut positioniert, unsere mittelfristigen Ziele zu erreichen. Wir haben die im Jahr 2009 angekündigten Maßnahmen umgesetzt und einen guten Gewinn erzielt. Gleichzeitig haben wir unsere Kosten im Griff behalten und sind diszipliniert mit unserer Bilanz und den Risiken umgegangen,” sagte UBS-Chef Oswald Grübel.

Für die weitere Entwicklung gab die Großbank einen optimistischen Ausblick: “Die UBS erwartet für das zweite Quartal ein etwa gleiches Umfeld für den Wertpapierhandel wie im ersten Quartal, obwohl die Staatsverschuldung in manchen europäischen Ländern zur Unsicherheit im Markt führt. Die Erholung der Finanzmärkte wird jedoch voraussichtlich anhalten, wovon unser Kredit- und Finanzberatungsgeschäft profitieren wird.”

Im ersten Quartal konnte die UBS auch ihre Kernkapitalquote von 15,4 auf 16 Prozent steigern. Das Aufwands-Ertragsverhältnis verbesserte sich auf 69,7 Prozent.

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