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Ein Blick auf die Art von Jobs, die Dank Paul Volcker über Bord geworfen werden

Wenn sich der Staub legt über die Umrisse der Pläne, die Paul Volker für Barack Obama entwickelt hat, werden Sie sicher wissen wollen, welche Auswirkungen dies auf den Job-Markt hat.

Nach einem Überblick über die Analysten-Kommentare, die bei Financial Times Alphaville zusammengefasst worden sind, finden Sie eine kurze Analyse der Jobs, die von Volcker eins über den Schädel gezogen bekommen sowie derjenigen, die von den Plänen profitieren dürften.

Wir werden dies später mit einem Überblick über jene Banken weiterverfolgen, von denen teilweise erwartet wird, dass sie nach der gestrigen Meldung die Mitarbeiterzahl oder die Vergütungen beschneiden könnten.

Eins über den Schädel bekommen…

1) Eigenhändler

Für Eigenhändler sieht es in den Handelssälen der Banken nicht gut aus. Doch die eigentliche Frage lautet, wie Eigenhandel definiert wird und wieweit sich die Banken darin engagieren. Dave Hendler, Analyst bei CreditSights, bemerkt, dass in der Pressekonferenz, die auf die gestrige Ankündigung folgte, Austan Goolsbee, der Chefökonom des Economic Recovery Board, betont hat, dass es sich bei den Plänen weder um eine Wiederholung von “Glass Steagall” handle noch die Handelsaktivitäten der Kunden betroffen seien.

Demnach wären alle Handelsaktivitäten im Auftrag von Kunden vollkommen in Ordnung und dabei handelt es sich um die große Mehrheit.

Hendler bemerkt ebenso wie die meisten übrigen Analysten, wie weit die Banken ihren Eigenhandel ins Reine gebracht haben. Bei Goldman Sachs rechnet man mit rund 10 Prozent der Erträge, bei den europäischen Banken mit weniger als 5 Prozent.

“Bevor die Kreditblase in 2007 platzte, teilten einige Banken mit, dass 20 bis 40 Prozent der Kapitalmarkt-Erträge aus eigenen Hedgefonds oder dem Eigenhandel stammten”, bemerkt Hendler. Daher haben die meisten Eigenhändler bereits eins über den Schädel bekommen.

2) Prime Broker

In diesem Bereich beschleicht einen die Angst – besonders weil viele Banken ein Prime Brokerage, gerade in Asien, erst kürzlich aufgebaut haben. Doch die Financial Times betont übereinstimmend mit dem Wall Street-Journal, dass nach den gegenwärtigen Plänen Banken der Besitz, die Beratung oder ein Investment in Hedgefonds und Private Equity untersagt werden soll.

Die Folge? Die Jobs im Prime Brokerage könnten ebenfalls passé sein.

3) OTC Derivate-Geschäft

Die Gesetze zu einer Zügelung des OTC Derivate-Marktes sind schon seit einer Weile in der Pipeline. Doch gestern hat Obama nochmals seine Überzeugung betont, Schlupflöcher zu schließen, die großen Unternehmen erlauben, riskante Finanzvehikel wie Credit Default Swaps oder andere Derivate ohne Aufsicht zu handeln. Mithin könnten Jobs in diesem Bereich gefährdet sein.

4) Interdealer Broker

Interdealer Broker wie ICAP erwirtschaften rund 20 Prozent in der Zusammenarbeit mit den Handelssälen der Banken. Aus diesem Grund dürften deren Aktien heute Morgen abgestürzt sein. Wenn das Geschäft mit den Handelssälen verschwindet, so wird auch mancher der IDB-Jobs verschwinden, die hiermit verbunden sind.

Und die Gewinner?

Ein klarer Gewinner ist schon jetzt bekannt: Und das ist…

1) Compliance

Es bleibt die Gefahr, dass die Regulierungen durch Aktivitäten im Kundengeschäft umgangen werden. Daher werden mehr Anstrengungen zur Überwachung erforderlich werden. Das Börsenparkett kann einen heftigen Aufwärtstrend bei der Anzahl der Bürokraten entgegensehen, die darauf achten, dass sich der Handel auf das fleißige Arbeiten im Kundenauftrag beschränkt.

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