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Arbeitsmarkt und Gehälter für MBAs (Teil 1)

Auch wenn in den Medien mitunter Anderes zu lesen ist – MBA-Absolventen sind weltweit weiterhin heiß begehrt. Dies belegt die Studie “TopMBA.com International Recruiter Survey 2005”. Die MBA-Experten von QS Research befragten dabei Ende des Jahres 2005 über 500 Unternehmen nach der dort vorhandenen Nachfrage nach MBA-Absolventen und nach den Einstiegsgehältern, die diesen geboten werden.

Die Studie zeigt: Der Umschwung des Jahres 2004, das nach zwei sehr mageren Jahren erstmals wieder eine Zunahme in der Nachfrage nach MBA-Absolventen brachte, ist zu einem länger anhaltenden Aufschwung geworden. Nachdem in 2004 15 % mehr Stellen für MBA-Absolventen angeboten wurden als im Vorjahr, beschleunigte sich das Stellenwachstum im Jahr 2005 auf 20 %.

Positive Zukunftsaussichten

Zwischen 1994 und 2001 gab es bereits eine lange Phase, in der die Nachfrage nach MBA-Absolventen stetig anstieg. Ende des Jahres 2000 ging es – ausgelöst durch die wirtschaftlichen Probleme in den USA und Europa – dann bergab mit dem Stellenangebot.

Glaubt man den von QS Research befragten Unternehmen, ist das zweite Jahr Aufschwung auf dem MBA-Arbeitsmarkt in Folge der Beginn eines mittelfristigen Trends. Allen Branchen wird eine weiterhin steigende Nachfrage nach MBA-Absolventen vorhergesagt. In den Bereichen Consulting, Finanzen, die zuletzt die wachstumsstärksten Bereiche waren, und Industrie sollen bereits im laufenden Jahr die Spitzenwerte der Jahre 2000/2001 erreicht bzw. übertroffen werden.

Regional unterschiedlich starke Nachfrage

In dem Maße, wie die westlichen Volkswirtschaften sich erholen, steigen dort auch die Stellenangebote für MBA-Absolventen. Auf dem nordamerikanischen Arbeitsmarkt finden sich mit Abstand die weitaus meisten Angebote für MBAs, gefolgt von den westeuropäischen Ländern.

Die Absolventen der Spitzenschulen, die fast ausschließlich in diesen beiden Regionen angesiedelt sind – können sich daher auch nahezu sicher sein, nach dem Studium nicht lange auf ein Jobangebot warten müssen: Die Top 25 im Ranking der weltweit besten MBA-Schulen der Financial Times können auf eine Vermittlungsrate zwischen 93 und 99 % ihrer Absolventen blicken – innerhalb der ersten drei Monate nach dem Abschluss wohlgemerkt.

Unternehmen insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum und in Lateinamerika bieten dagegen im Vergleich sehr wenige Stellen für Absolventen von MBA-Studiengängen – und planen auch kurzfristig keine drastische Steigerung.

Jetzt studieren!

Die deutlich angestiegene weltweite Nachfrage nach MBAs ereignet sich zu einer Zeit, in der die Zahl der Bewerbungen an MBA-Schulen noch immer rund 20 % unter der des Jahres 2003 liegt. Darin drückt sich die Risikoaversion vieler Beschäftigter aus, die sich aus Angst vor Arbeitslosigkeit die Auszeit aus dem Job für ein MBA-Studium nicht erlauben.

Der Studie zufolge zeigt sich dies besonders in den USA und China, wo die Anzahl der Bewerbungen an MBA-Schulen in den letzten Jahren gar um rund 50 % gefallen ist. Die Aufnahme in den besten MBA-Schulen, die überwiegend in den USA liegen, ist daher für potenzielle MBA-Studenten momentan leichter als noch vor zwei, drei Jahren – und das angesichts eines sehr attraktiven Arbeitsmarkts.

Dies macht das Jahr 2006 zu einem äußerst attraktiven Jahr, um mit einem MBA-Studium zu beginnen.

Lesen Sie in Teil 2 dieses Reports, welche Fähigkeiten bei MBA-Absolventen besonders gefragt sind und welche Positionen ihnen angeboten werden.

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