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GASTKOMMENTAR: Drei Schritte, wie Sie im Vorstellungsgespräch punkten

Drei kleine Schritte bringen Sie bei einem Vorstellungsgespräch voran. (Foto: susanvg)

Drei kleine Schritte bringen Sie bei einem Vorstellungsgespräch voran. (Foto: susanvg)

Es lässt sich durchaus bewerkstelligen, als ein herausragender Kandidat zu erscheinen. Doch die meisten Leute, geben sich gar nicht erst die Mühe. Die Wahrheit lautet, dass die meisten Recruiter nicht besonders gut und effizient in der Durchführung von Vorstellungsgesprächen sind. Falls Sie sich also anständig vorbereiten und sich im Vorstellungsgespräch gut schlagen, dann stehen Ihre Chancen gar nicht so schlecht.

Es gibt drei Dinge, die zu einem Erfolg in einem Vorstellungsgespräch beitragen. Das gilt sowohl für Investmentbanken als auch für andere Finanzdienstleister. Diese lauten: Planung, Übung und eine positive Einstellung.

Denn ein Vorstellungsgespräch ist nichts anderes als ein Vorsprechen. Sie müssen sich als die Art von Persönlichkeit präsentieren, die das Unternehmen einstellen will, jemanden, den sie im Team haben wollen.

Seien Sie vorbereitet

Bei der Vorbereitung geht es nicht nur darum, sich über das Unternehmen zu informieren. Vielmehr müssen Sie Ihren Gesprächspartner und seine Gründe verstehen, wieso er nach neuem Personal sucht. Auf den einen oder anderen Weg sucht er nach einer Lösung für seine Probleme. Dabei genügt es nicht, die Unternehmenswebsite zu besuchen und die Geschäftsberichte zu studieren.

Vielmehr sollten Sie die Bedürfnisse des Unternehmens verstehen und wie Sie dabei helfen können. Schauen Sie sich die Herausforderungen und Chancen an, mit denen sie konfrontiert sind und arbeiten Sie heraus, wie Ihre Berufserfahrung und Expertise dabei von Vorteil sein kann.  Sondieren Sie den Markt, die Wettbewerber und die Herausforderungen der jeweiligen Branche.

Um Informationen über den Gesprächspartner und seine Präferenzen, das Unternehmen und seine Kultur zu gewinnen, sollten Sie auch Ihr Netzwerk heranziehen.

Üben Sie Ihre Antworten

Doch es genügt nicht, sich nur gründlich über das Unternehmen zu informieren. Vielmehr geht es darum, was Sie antworten, wenn Sie gefragt werden, wieso Sie wechseln wollen, was Sie erreicht haben usf. Können Sie ungezwungen und selbstbewusst antworten? Können Sie sich kurz und klar ausdrücken? Das sollten Sie üben, damit Sie rasch die passenden Worte finden. Schließlich wollen Sie nicht aus dem Konzept gebracht werden, sondern in einer angemessenen Geschwindigkeit sprechen, und vor allem wissen, wann es reicht. Beachten Sie auch, dass Ihre Äußerungen mit Ihrer Körpersprachen übereinstimmen.

In einem Vorstellungsgespräch müssen Sie Ihren eigenen Lebenslauf aus dem Effeff beherrschen. Nichts davon sollte Ihnen erst im letzten Augenblick einfallen. Sie sollten wissen, was sie sagen wollen und dies durchspielen. Denn ein guter Kandidat hat seine Zeilen bereits im Voraus gelernt und konzentriert sich darauf, richtig und nicht spontan zu antworten.

Dabei müssen Sie darauf achten, dass es sich gewissermaßen um ein interaktives Vorstellungsgespräch handelt. Die meisten Leute, die in der Interviewtechnik geschult sind, nutzen die 70/30 Prozent-Regel. Demnach spricht der Interviewer im Vorstellungsgespräch 30 Prozent, während dem Kandidaten 70 Prozent bleiben. Doch der kluge Kandidat sollte lieber ein Verhältnis von 50 zu 50 Prozent anstreben. Weiter sollten Sie das Gespräch in die Bahnen lenken, die Ihnen vorschweben – dorthin, wo Sie Ihre eigenen Stärken zeigen können. Denn der Gesprächspartner kann nur an dem ansetzen, was Sie ihm bieten. Dies lässt sich am besten mit der Frage illustrieren: „Was war der größte Fehler Ihres Berufslebens?“ Wollen Sie ihnen wirklich von Ihrem größten Fehler erzählen? Das liegt ganz bei Ihnen!

In einem Vorstellungsgespräch sollten sie eine positive Interaktion anstreben. Dabei sollten Sie dem Gesprächsführer seine Arbeit erleichtern, indem Sie fragen: „Habe ich Ihnen alles erzählt, was Sie benötigen? Kann ich Sie noch mit mehr Details versorgen?“ Bauen Sie eine Beziehung auf und finden Sie Gemeinsamkeiten. Dabei sollten Sie beachten, dass es sich weder um einen Monolog noch um eine Solovorstellung handelt.

Eine positive Einstellung

Henry Ford hat einmal gesagt: „Wenn Sie denken, Sie können etwas oder Sie können es nicht, dann haben Sie recht.“ Wenn Sie motiviert, gut vorbereitet und den Willen zum Erfolg haben, dann sollten Sie dies auch mitteilen.

Gleich ob Sie es Selbstbewusstsein oder Selbstachtung nennen, Sie sollten so auftreten, als ob Sie einen guten Mitarbeiter abgäben. Zeigen Sie, dass Sie gut in der Zusammenarbeit sind, ihre Situation verstehen und sich selbst und Ihre Ideen verkaufen können. Übung macht es wesentlich einfacher, in einem Vorstellungsgespräch zu glänzen. Es gibt keinen Grund, nervös zu sein, wenn Sie sich selbst für einen guten Kandidaten halten. Falls Sie sich für geeignet halten, dann sind Sie es auch. Dies wissen Sie, weil Sie sich gründlich vorbereitet, und alles geübt haben und bereit sind zu zeigen, was Sie zu leisten vermögen.

Ziehen Sie es durch

Nach einem Vorstellungsgespräch sollten Sie ihnen eine Email schicken, in der Sie sich bedanken und betonen, dass Sie an dem Unternehmen und der Stelle interessiert sind. Lassen Sie noch einmal die Hauptpunkte des Gespräches revuepassieren, als Sie darüber gesprochen haben, welche Herausforderungen und Chancen die Stelle mit sich bringt und was Sie dazu beisteuern könnten.

Diese Tipps stellen natürlich keine Erfolgsgarantie dar. Doch wenn Sie daran arbeiten, dann werden Sie sicherlich zu einem besseren Gesprächspartner in einem Vorstellungsgespräch und verfügen damit in dem harten Arbeitsmarktklima über einen Vorteil.

Michael Man ist Chef des Karriere- und Talentcoaching-Unternehmens 10 Eighty. Eine Version dieses Artikels erschien bereits auf seinem Blog.

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