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Ranking der M&A-Deals in 2012: Deutsche Bank holt gegenüber US-Instituten kräftig auf

Während die meisten Banken im M&A-Geschäft einen Grund zum Weinen haben, kann  die Deutsche Bank lachen.

Während die meisten Banken im M&A-Geschäft einen Grund zum Weinen haben, kann die Deutsche Bank lachen.

Das M&A-Geschäft läuft bereits seit Jahren schlecht – dennoch geht es in 2012 weiter bergab. Laut einer am heutigen Dienstag (2. Oktober) Studie von mergermarket zu den Deals in den ersten drei Quartalen verringerte sich das globale Branchenvolumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19,4 Prozent auf 1,427 Mrd. US-Dollar. Dennoch gibt es einen Gewinner: die Deutsche Bank. Konkret:

Die drei US-Investmentbanken Goldman Sachs, Morgan Stanley und JP Morgan dominieren auch in 2012 das Ranking der Banken mit den weltweit höchsten M&A-Volumen. Die Spitzenposition verteidigte Goldman Sachs mit 378 Mrd. Dollar, wobei es allerdings gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19,1 Prozent bergab ging. Vom dritten auf den zweiten Platz schob sich Morgan Stanley mit 332 Mrd. Dollar vor. Hier ging der Umsatz nur um 7,2 Prozent zurück. Bei der drittplatzierten Bank JPMorgan ging es sogar um 20,6 Prozent auf 296 Mrd. Dollar bergab.

Dagegen konnte die Deutsche Bank in den ersten drei Quartalen um 19,7 Prozent auf 256 Mrd. zulegen. Damit schob sich der deutsche Branchenprimus vom neunten auf den vierten Platz vor und bedroht damit zusehends die angestammten Spitzenpositionen der US-Rivalen.

Für den Sprung nach vorn war u.a. das gute Geschäft auf dem wichtigen US-Markt verantwortlich, wo die Deutsche Bank vom zehnten auf den sechsten Platz kletterte. Dort ging es mit dem Dealvolumen um 9,1 Prozent auf 101 Mrd. Dollar bergauf. Anders bei den US-Platzhirschen: Goldman büßte 32 Prozent, JPMorgan 55,1 Prozent und Morgan Stanley 34,6 Prozent ein.

Obgleich die Deutsche Bank das Dealvolumen auch in Europa um 34,3 Prozent auf 182 Mrd. Dollar steigern konnte, verteidigte das Institut nur den dritten Platz. Denn Morgan Stanley legte beim Dealvolumen sogar um 39,5 Prozent auf 215 Mrd. Dollar zu, womit sich die Bank den ersten Platz sicherte. Bei Goldman Sachs ging es indes um 4,2 Prozent auf 212 Mrd. Dollar bergab, so dass die New Yorker auf den zweiten Platz zurückfielen.

Im asiatisch-pazifischen Markt (außer Japan) konnte sich die Deutsche Bank vom zehnten auf den siebten Platz vorarbeiten. Allerdings gingen hier die Volumen um 5 Prozent auf 28 Mrd. US-Dollar zurück. Goldman Sachs auf dem ersten Platz musste indes einen Einbruch beim Dealvolumen um 23 Prozent auf 74 Mrd. Dollar verkraften.

Die zehn Investmentbanken mit den höchsten Dealvolumen von Januar bis September:

  1. (1) Goldman Sachs (378 Mrd. Dollar, -19,1 Prozent)
  2. (3) Morgan Stanley (332 Mrd. Dollar, -7,2 Prozent)
  3. (2) JP Morgan (296 Mrd. Dollar, -20,6 Prozent)
  4. (9) Deutsche Bank (256 Mrd. Dollar, + 19,7 Prozent)
  5. (6) Barclays (255 Mrd. Dollar, +2,2 Prozent)
  6. (7) Citi (233 Mrd. Dollar, -4,1 Prozent)
  7. (4) Credit Suisse (226 Mrd. Dollar, -24,5 Prozent)
  8. (5) Bank of America Merrill Lynch (179 Mrd. Dollar, -28,6 Prozent)
  9. (12) Rothschild (144 Mrd. Dollar, +33 Prozent)
  10.  (14) Nomura (136 Mrd., +87 Prozent)

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