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Und noch mehr Killerfragen aus echten Vorstellungsgesprächen

Unser kleiner Wettbewerb zu den schlimmsten Fragen und Antworten aus Vorstellungsgesprächen ist mittlerweile beendet. Der Gewinner des iPad wird in den kommenden Tagen verkündet. Bislang haben wir bereits in zwei Artikeln die eingegangenen Beiträge vorgestellt, die sie hier und hier abrufen können.

Doch auch die letzten eingegangenen Beiträge wollen wir Ihnen nicht vorenthalten:

Alle Organisationen haben Regeln, alle Märkte haben Regeln und manchmal werden diese auch als eine Last betrachtet. Unter welchen Umständen würden Sie eine Regel brechen?

Antwort:

“Dass werde ich Ihnen nicht erzählen.”

Weitere Informationen:

Diese Frage wurde in einem Gespräch für eine Beförderung zum Investmentmanager gestellt. Der Bewerber wurde nicht befördert.

Können Sie die besten und schlechtesten Bewerber beschreiben, die Ihnen jemals in einem Vorstellungsgespräch begegnet sind.

Antwort:

Normalerweise erkenne ich einen Fehler in einem Dokument auf den ersten Blick (was sehr gut ist, wenn Sie Perfektion wollen, doch dies kann auch sehr stören). Manchmal dränge ich meine Untergebenen zu stark, wenn Angelegenheiten zu lange dauern. Ich komme niemals zu Meetings zu spät, doch gelegentlich treffe ich ein wenig spät am Morgen im Büro ein.

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Dies wurde bei einem Private Equity-Fonds aus der EU gefragt. Der Bewerber hat die Stelle nicht erhalten.

Fußball oder Rugby?

Antwort:

Rugby!

Weitere Informationen:

Der Bewerber sagt: “Das klingt leicht, doch acht von zehn Angestellten aus dem Back- und Middleoffice verstehen die Frage falsch. Ich lande auch in dem Team mit den meisten Spielerinnen :-).”

Stellen Sie sich einen großen Würfel vor, der in Höhe, Breite und Tiefe aus jeweils 10 kleineren Würfeln besteht (also 10x10x10). Angenommen Sie können den Würfel von allen möglichen Seiten betrachten – wie viele kleine Würfel (nicht die Seiten der kleinen Würfel) können Sie sehen?

Antwort:

Ich berechnete die Fläche des großen Würfels (10*10*6=600) und habe anschließend die Dreifachzählungen an den Ecken abgezogen (8 Ecken * 2=16) und die Doppelzählungen an den Kanten (12 Kanten * 8=96), woraus sich die Antwort 488 ergab.

Die einfache Antwort ist eine Berechnung des Volumens, die 10&3=1000 beträgt und davon die Mitte des Würfels abzuziehen, die sich auf 8&3 beläuft, was wiederum zur Antwort 488 führt.

Weitere Informationen:

Der Bewerber hat den Job erhalten.

Erzählen Sie von sich selbst (was mehrfach wiederholt wurde)

Bei der Frage handelt es sich um den Klassiker: “Erzählen Sie mir etwas von Ihnen selbst”, doch was die Angelegenheit zu einer Killerfrage machte, war die Tatsache, dass sich der Gesprächspartner nicht zufrieden geben wollte. Sobald ich ein oder zwei Minuten gesprochen habe, hat der Gesprächspartner hinzugefügt: “Erzählen Sie mir mehr.” Diese Schleife setzte sich über volle 25 Minuten fort.

Im Nachhinein klingt das leicht, doch glauben Sie mir, wenn ein Partner einer der besten Beratungsunternehmen mit Ihnen spricht, dann möchten Sie keinen Klatsch von sich geben. Nach fünf Minuten schleicht sich nicht nur ein Gefühl der Unruhe ein, sondern auch der Gedanke, dass ich etwas wichtiges nicht erwähnt habe, was der Gesprächspartner hören wollte.

Die ganze Sache wurde umso härter, als der Gesprächspartner nicht in eine Konversation übergehen wollte. Er hat immer nur hinzugefügt: “Erzählen Sie mir mehr.”

Das war eines der freizügigsten Vorstellungsgespräche, das ich jemals gehabt habe. Mittlerweile ist dies auch für mich, wenn ich selbst Vorstellungsgespräche führe, zu einer meiner beliebtesten Fragen geworden.

Antwort:

Der Bewerber ergänzt: “Da gilt normalerweise der Standard, wonach 1 bis 1,5 Minuten für die Einführung bereitstehen, um solche Fragen vorzubereiten. Doch diese Frage führte unter dem Strich zu einem anderen Level. Das habe ich festgestellt, als ich zum vierten Mal eine Minute lang sprach. Ich kämpfte tatsächlich damit, über mich zu sprechen! Es fiel mir nicht leicht, ruhig zu bleiben und über sensible Dinge so zu sprechen, dass es mich auf irgendeine Weise interessant machen würde.

Ich versuchte also den Klassiker: Gibt es etwas Spezielles, das Sie wissen möchten?` Doch der Verstand gewann die Oberhand, als ich nach fünf Minuten feststellte, dass das für eine ganze Weile so weitergehen würde und dass es sich um mehr handelte als um eine Gelassenheitsprobe in einer unkomfortablen Umgebung.

Ich bat den Gesprächspartner, mir zwei Minuten zu geben, um mich zu sammeln und meine Gedanken zu ordnen, was den Dialog weitaus fruchtbarer machen würde. Ohne das, so viel war mir klar, würde das recht rasch zu zufälligen Grüblereien führen.

In diesen zwei Minuten habe ich einen klassischen Themenbaum mit den beiden Knoten persönlich’ und privat’ aufgezeichnet und anschließend habe ich diese in relevante Untergliederungen aufgespalten. Anschließend habe ich diejenigen gestrichen, über die ich bereits gesprochen hatte.”

Weitere Informationen:

Dies wurde bei McKinsey gefragt. Der Bewerber hat die Stelle erhalten.

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