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GASTKOMMENTAR: Wie Sie einen Karrierefehlstart vermeiden

Er liebt es, Nachwuchsbankern Angst einzujagen.

Er liebt es, Nachwuchsbankern Angst einzujagen.

Eine Freundin von mir aus Hongkong hat gerade ihren ersten Job nach einem entbehrungsreichen Jahr hingeschmissen. Dabei handelt es sich bei ihr um eine talentierte Person und daher war sie ratlos, wieso sie nicht bei einer der renommiertesten Banken der Welt erfolgreich sein konnte. Da ich dies selbst vor einigen Jahren durchgemacht habe, will ich dies hier genauer darlegen. Ich habe dies auf fünf einfache Regeln heruntergebrochen, was Sie machen bzw. unterlassen sollten.

1. Suchen Sie nach dem richtigen Job

Dabei handelt es sich um das größte Geschenk, das Sie zu Ihrem Studienabschluss erhalten können. Nicht jeder ist dafür geschaffen, Banker, Trader, Research-Analyst oder Sales-Mitarbeiter zu sein. Sie können in vielen lukrativen Bankenjobs straucheln, doch es ist wichtig zu wissen, ob Sie auf die Stelle passen und umgekehrt. Vorstellungsgespräche sollten Sie als eine Chance begreifen, dies herauszufinden. Dabei ist es gleichgültig, um wie viel Geld es geht, welcher Druck von Ihrem Bekanntenkreis ausgeübt wird. Sie müssen das machen, was Ihnen Spaß macht. Denn ein zufriedenes Gemüt ist weniger anfällig für Stress und dies führt zu einer besseren Arbeitsleistung.

2. Haben Sie die richtige Einstellung

Ein erster Job stellt oft eine Herausforderung dar, weil er nicht den Erwartungen entspricht. Denn die Arbeit in einer Bank bedeutet nicht, dass Sie tatsächlich als Banker oder Trader arbeiten. Ebenso wenig müssen Sie kein Aktuar sein, um bei einer Versicherung beschäftigt zu sein. Selbst in Ihrem Traumjob müssen Sie viele banale Dinge erledigen, was Sie nicht erwartet haben. In dieser Phase besteht in der richtigen Einstellung der Schlüssel zum Erfolg. Denn das, was Sie heute machen – das Ausfüllen von Excel-Tabellen oder das Erledigen von Anrufen – bestimmt Ihre berufliche Zukunft.

3. Seien Sie immer bereit

Verlässlichkeit stellt eine der gefragtesten Stärken in den Finanzdienstleistungen dar. Ein Mangel an Vertrauen bedeutet, dass Ihnen keine wichtigen Aufgaben übertragen werden. Wenn Sie Ihrem Vorgesetzten und Kollegen vermitteln, dass Sie immer da sind, wenn Not am Mann ist, dann legen Sie die Grundlage für Vertrauen. Ich kann mich an einen Freund erinnern, der sich für einen entfernten Kollegen die Nacht um die Ohren geschlagen hat. Damit hatte er bei einer der Führungskräfte der Bank nicht nur einen Stein im Brett, sondern ihm wurden von seinem Vorgesetzten auch höchst vertrauliche und kritische Aufgaben übertragen.

4. Lassen Sie sich keine Angst einjagen

Viele werden sagen, die oberste Regel bestehe darin, dass Ihr Vorgesetzter immer Recht hat. Doch das ist falsch. Dennoch können Sie von erfahreneren Managern und Kollegen unten gehalten werden. Dies gilt besonders für die Finanzdienstleistungen, wo der Kunde König ist und alle anderen – besonders Neuankömmlinge – sich hinten anstellen müssen. Lassen Sie sich nicht von deren grauen Haar einschüchtern; zeigen Sie Courage, damit sich die Verhältnisse verbessern. Dabei sollten Sie es jedoch nicht übertreiben. Vielmehr ist das richtige Timing entscheidend.

5. Nehmen Sie sich selbst nicht zu ernst

Vor dem Hintergrund der turbulenten Märkte bleiben Sie auch als frischeingestellter Absolvent nicht vom stressigen Umfeld in Banken unberührt. Dabei sollten Sie sich selbst nicht allzu ernst nehmen. Denn die Arbeit stellt nur einen Teil des Lebens dar, und nicht etwa das gesamte Leben.  Nehmen Sie sich ein wenig Zeit für sich und genießen Sie die anderen Dinge des Lebens.

Studenten stellen eine der energischsten Gruppen der Gesellschaft dar. Ausgerüstet mit frisch erworbenem Wissen und bei der richtigen Anleitung sind sie in der Lage, die Welt zum Besseren zu verändern.  Ich hoffe, dass diese Tipps den Lesern dabei helfen, ihre Karriere in die richtigen Bahnen zu lenken.

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