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Totgesagte leben länger: Im deutschen M&A-Geschäft wird durchaus eingestellt

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Die Zahl der Fusionen und Übernahmen ist seit Beginn der Finanzkrise deutlich eingebrochen. Damit herrscht auch für M&A-Experten Sauregurkenzeit. Dies trifft prinzipiell für den europäischen Markt auch zu – nur Deutschland stellt eine gewisse Ausnahme dar.

Laut Thierry Mageux, Business Development Manager bei der Personalvermittlung Robert Half, würde sich der deutsche Markt beispielsweise vom französischen deutlich unterscheiden. Während  bei den westlichen Nachbarn sprichwörtlich nichts gehe, würde hierzulande durchaus Bewegung herrschen. „Seit Jahresbeginn haben wir schon etwa 25 Platzierungen in Deutschland vorgenommen – vom M&A-Analysten bis zum Managing Director“, erzählt Mageux.

Die Stellen befänden sich zumeist nicht bei den Branchengrößen, sondern eher bei Boutiquen und kleinen Investmentbanken.  Laut Mageux würden dort vor allem Experten für den Midcap-Markt gesucht. Für diese Entwicklung sieht Mageux vor allem zwei Gründe: Die Wirtschaft in Deutschland schlage sich besser, aber vor allem spiele der Mittelstand in Deutschland eine wesentlich bedeutendere Rolle als in Frankreich.

Auch Executive Search-Expertin Sabrina Tamm von Financial Talents beobachtet Bewegung auf dem Frankfurter Markt. „Es geht immer noch etwas. Ich selbst habe im vergangenen Monat zwei Analysten platziert“, sagt Tamm, die vor allem für große internationale Häuser arbeitet. Derzeit sucht die Headhunterin einen Associate für die M&A-Sparte General Industry. „Der muss sehr gut sein und Transaktionserfahrungen bei großen Deals mitbringen“, ergänzt Tamm.

Sogar ein Einstellungsstopp stelle keine unüberwindliche Hürde für Vermittlungen dar. So konnte sie erst kürzlich einen Associate – trotz Einstellungsstopps – bei einem internationalen Haus platzieren, obgleich das „Approval“ sehr schwierig gewesen sei. „Wenn ein Team auf einer bestimmten Altersstufe eine Lücke hat, und man einen sehr guten Kandidaten hat, dann ist das möglich“, sagt Tamm und ergänzt: „Manchmal sind wir selbst erstaunt.“

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