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GASTKOMMENTAR: Der CFA entwickelt sich zum Qualitätsstandard für Private Banker

Eine wachsende Zahl von Private Bankern besitzt den CFA. In 2009 arbeiteten 11 Prozent der CFA-Besitzer im Private Banking und Wealth Management. Wir beobachten eine wachsende Zahl von Private Bankern, die einen CFA aus folgenden Gründen anstreben.

1. Regulierung

Nach den Ereignissen der vergangenen drei Jahre kann man davon ausgehen, dass die Regulierungsbehörden die Qualifikationshürden für Beschäftigte in den Finanzdienstleistungen anheben werden, wofür es bereits Beispiele gibt.

Private Banker finden sich im Rampenlicht wieder. In Anbetracht der Komplexität der Produkte, die heute den Kunden verkauft werden, ist es nicht weiter überraschend, dass der CFA zu den Qualifikationen zählt, die akzeptiert werden. Darüber hinaus ist der ethische Teil sehr angesehen und versichert Regulierungsbehörden und Kunden, dass die moralischen Maßstäbe der Banker zweckdienlich sind.

2. Glaubwürdigkeit

In Privatbanken ist es das Personal, was zählt und die Schlacht um die Talente spielt hier eine größere Rolle als in den meisten anderen Bereichen. Das Abwerben von Personal von Mitbewerbern ist ein Nullsummenspiel und die meisten führenden Private Banker bestätigen, dass es einer größeren Anzahl von Private Bankern bedarf.

Einige Privatbanken haben erkannt, dass sie an mehr Orten nach geeignetem Personal suchen müssen. Dies führt zu der Überzeugung, dass neueingestellte Mitarbeiter unerfahren und ein wenig feucht hinter den Ohren sind. Der CFA bietet dabei einen dreijährigen Weg zur Kompetenz. Es stellt überdies eine Form der natürlichen Auslese dar. Mithin wird eine neue Brut von Private Bankern die Kunden in fünf Jahren bedienen; sie werden technisch bewandert über verschiedene Produkte hinweg sein und vertraut sein mit Risiko- und Ergebniskennzahlen. Der CFA wird sich zum Kompetenzausweis entwickeln, mit dem sie gegenüber dem Kunden glänzen können.

3. Kundenerwartungen

Die Demografie der vermögenden Kunden hat sich verändert. Die Kunden sind mittlerweile kompetenter und sie erwarten das gleiche auch von ihren Private Bankern. Die Zeiten trinkseliger Mittagessen und ganztägiger Meetings als Testspiele neigen sich dem Ende zu.

Dennoch gibt es zwei Vorbehalte.

Erstens ist der CFA sehr schwierig zu bestehen. Der Denkansatz, der hierbei gefordert wird, passt nicht ganz zu den übrigen Fähigkeiten, über die ein Private Banker verfügen muss. Um erfolgreich zu sein, wird ein hoher Zeitaufwand abverlangt.

Zweitens ist der CFA nicht die einzige Qualifikation, die für Private Banker attraktiv ist. So hat der CISI PCIAM und ähnliche Dokumente in den vergangenen fünf Jahren an Bedeutung gewonnen. Ein Wettbewerb unter den verschiedenen Standards ist gesund und wird die Prüfungsorganisationen dazu anhalten, ihre Lehrpläne kontinuierlich weiterzuentwickeln. Doch ein Punkt ist sicher: die Examen für Private Banker werden bleiben.

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