☰ Menu eFinancialCareers

Das ultimative Ranking: Welche deutsche Bank im ersten Halbjahr am besten gezahlt hat und wo die Mitarbeiter ihr Geld wert sind

Diese Fans jubeln nicht über den Sieger unseres Rankings.

Diese Fans jubeln nicht über den Sieger unseres Rankings.

Nachdem mit der HSH Nordbank es endlich auch die letzte Landesbank geschafft hat, ihre Geschäftszahlen für das erste Halbjahr vorzulegen, ist jetzt wieder die Zeit für unser ultimatives Ranking gekommen: Welche der deutschen Banken hat im vergangenen Jahr am besten gezahlt und wo sind die Mitarbeiter ihr Geld wert?

Bei der Bezahlung kommt unter den deutschen Banken der Deutschen Bank wieder einmal der Siegeslorbeer zu.  Durchschnittlich ließ der Branchenprimus für jeden Mitarbeiter stolze 70.000 Euro springen – nur im ersten Halbjahr wohlgemerkt. Allerdings verbergen sich hinter den Traumzahlen recht unterschiedliche Realitäten – je nachdem, in welcher Sparte der Bank die Mitarbeiter tätig sind. Besonders großzügig zeigt sich die Deutsche Bank in ihrem Corporate and Investment Banking, wo der Personalaufwand pro Kopf bei immerhin 198.000 Euro liegt. Am anderen Ende der Skala stehen die Mitarbeiter der Postbank. Bei der Tochter der Deutschen Bank mussten sich die knapp 20.000 Mitarbeiter mit nur rund 38.600 Euro begnügen.

Damit liegt die Postbank immer noch vor der Commerzbank, wo der Personalaufwand pro Kopf nicht einmal 36.000 Euro erreichte. Bei der bevorstehenden Umstrukturierung des teilverstaatlichten Instituts ist mithin kaum noch etwas bei den Gehältern zu holen, denn die Bank zahlt bereits sehr spärlich. Somit kann die Bank ihre Ergebnisse nur verbessern, wenn sie weiter Personal abbaut, oder aber in den süßen Apfel beißt und endlich die traurigen Erträge steigert.

Schlechter als die Commerzbank schneidet nur noch die DZ Bank mit 25.800 Euro ab. Allerdings muss hier ein Sondereffekt berücksichtigt werden, denn das Spitzeninstitut des Genossenschaftssektors weist nur die Gesamtmitarbeiterzahl aus – ohne diese auf Vollzeitstellen umzurechnen. Dadurch wird der Personalaufwand pro Kopf empfindlich nach unten verfälscht. Dennoch dürfte in kaum einer Bankengruppe so wenig gezahlt werden wie im Genossenschaftssektor.

Quelle: Halbjahresberichte

Obgleich die Deutsche Bank am besten zahlt, bedeutet dies noch lange nicht, dass die Mitarbeiter das meiste Geld generieren. So trug jeder der gut 100.000 Beschäftigten des Bankenriesen im ersten Halbjahr gerade einmal mit gut 28.000 Euro zum Vorsteuergewinn bei. Damit landet der deutsche Branchenprimus nur im oberen Mittelfeld.

Hypo Vereinsbank (HVB), Helaba, Dekabank und die Aarealbank schneiden hier besser ab als die Deutsche Bank. Beim Vorsteuergewinn pro Kopf liegt die HVB mit etwa 81.700  Euro einsam an der Spitze vor Helaba und Dekabank mit jeweills etwa 50.000 Euro. Den letzten Platz belegt hierbei übrigens die krisengeschüttelte HSH Nordbank mit gerade einmal gut 10.000 Euro. Bei der Bezahlung zählen die Nordlichter indes mit etwa 53.500 Euro zum oberen Drittel.

Quelle: Halbjahresberichte

Niedriger Gewinn und hohe Personalkosten stellen keine gute Kombination dar. Mit einer Kostenertragsquote von 87 Prozent schneidet die HSH Nordbank somit auch besonders schlecht ab. Die Landesbank musste also 87 Cent ausgeben, um 1 Euro Ertrag zu erwirtschaften.

Eine niedrige Kostenertragsquote scheint indes für hohe Gewinne der Schlüssel zu sein. Denn diejenigen Banken mit dem höchsten Vorsteuergewinn pro Kopf weisen auch mit jeweils gut 50 Prozent die niedrigsten Kostenertragsrelationen aus. Am kostenbewusstesten wirtschaftet jedoch die Aarealbank mit einer Kostenertragsquote von bescheidenen 44,1 Prozent.

Quelle: Halbjahreszahlen

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier