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Für die Credit Suisse ist selbst Singapur zu teuer: Polen profitiert

Singapur

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Auch an manchen Standorten in Asien scheinen die Arbeitskosten für die Banken zu teuer zu werden. So plant die Credit Suisse laut der englischen Financial Times die Verlagerung von Dutzenden von Backoffice-Jobs von Singapur nach Indien und Polen. Selbst die im europäischen Vergleich extrem niedrigen Steuern in dem Stadtstaat und das boomende Wealth Management-Geschäft in der Region halten die Schweizer Großbank offenbar nicht  von dem Schritt ab.

„Singapur bleibt ein sehr wichtiges Drehkreuz für unsere Geschäfte und wir sind auch weiterhin von unserer Marktpräsenz überzeugt. Kürzlich haben wir ein Kostensenkungsprogramm von 3 Mrd. Franken bis Ende 2013 angekündigt, von denen 2 Mrd. bereits vor dem Zeitplan erreicht wurden“, hieß es von der Credit Suisse.

Von der Verlagerung profitiert nicht nur Indien, sondern auch Polen. Dort unterhält die Credit Suisse in Breslau einen großen Backoffice-Standort. Einen wichtigen Standortvorteil der westpolnischen Metropole stellen die gutausgebildeten Mitarbeiter und die weit verbreiteten Deutschkenntnisse dar. Somit scheint sogar Polen von dem Boom des Wealth Managements in Asien und dem hohen Lohnniveau in Singapur zu profitieren.

Damit stellt die Credit Suisse keinen Einzelfall dar. Vielmehr hatte erst kürzlich die US-Investmentbank Morgan Stanley Backoffice-Mitarbeiter Personal von Singapur nach Indien und nach Ungarn verlagert. Laut Branchenbeobachtern planen weitere Banken ähnliche Schritte und wollen Jobs  in den Bereichen Operations, Credit Risk, IT, Handelsabwicklung und Product Controlling von Singapur an günstigere Standorte verlegen.

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