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Wenigstens die EZB stellt noch ein: Vor allem Volkswirte gefragt

Die EZB in Frankfurt.

Die EZB in Frankfurt.

Das Klagen der Gewerkschaft über die hohe Arbeitsbelastung der Mitarbeiter der Europäischen Zentralbank (EZB) war erfolgreich. Denn jetzt hat der Zentralbankrat beschlossen, 40 neue Stellen in 2013 zu schaffen.  Laut der Welt wird rund die Hälfte der Stellen auf die volkswirtschaftliche Analyse entfallen. Dort wird u.a. ermittelt, wie sich die Volkswirtschaften der einzelnen Länder während der Staatschuldenkrise schlagen.

In einem Brandbrief an EZB-Präsident Mario Draghi hatte die zuständige Gewerkschaft Ipso bereits im Juli die wachsende Arbeitsbelastung der Mitarbeiter in der Staatsschuldenkrise kritisiert und eine deutliche Erhöhung der Mitarbeiterzahl gefordert. Die Schaffung von 40 zusätzlichen Stellen bezeichneten Mitarbeitervertreter  denn auch als „Tropfen auf den heißen Stein“.

Dabei scheinen die Beschäftigten zumindest das sechsköpfige EZB-Direktorium von einer umfangreicheren Personalaufstockung überzeugt zu haben. Denn das Direktorium, das die EZB operativ führt, hatte ursprünglich eine Personalplanung aufgestellt, die die Schaffung von deutlich mehr Stellen vorsah.

Allerdings müssen derartige Beschlüsse vom Zentralbankrat gefasst werden, in dem neben dem Direktorium auch die Präsidenten der nationalen Notenbanken sitzen.  Diese konnten sich vorerst nicht für diese Planungen erwärmen. Denn  die nationalen Zentralbanken, wie etwa die Bundesbank in Deutschland, haben seit der Gründung der EZB im Jahre 1998 jeweils deutlich Personal abgebaut. Allein bei der Deutschen Bundesbank sind seither einige Tausend Stellen verloren gegangen.

Dennoch sind damit die Pläne für eine weitergehende Aufstockung des Personals noch nicht endgültig vom Tisch. Vielmehr wachsen mit der schwelenden Staatsschuldenkrise und den immer zahlreicheren Aufgaben der EZB die Chancen für einen mittelfristigen Personalaufbau.

Die Gehaltststrukutr der EZB:

Quelle: EZB

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