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“Die gesamte Branche brennt”

Die neuerlichen Äußerungen von Allianz-Chef Michael Diekmann, auf eine sich verschlechternden gesamtwirtschaftlichen Großwetterlage in Deutschland gegebenenfalls mit weitere Stellenstreichungen zu reagieren, rufen die Gewerkschaften auf den Plan.

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di warnt vor weiterem Arbeitsplatzabbau und Standortschließungen bei Banken und Versicherungen. Ver.di zufolge summiert sich bereits jetzt der durch die Arbeitgeber der Finanzbranche öffentlich verkündete Arbeitsplatzabbau auf rund 20.000. Bis zum Jahr 2008 wäre das angesichts rund 233.300 Beschäftigter in der Branche jeder zehnte Arbeitsplatz.

“Die gesamte Branche brennt”, bringt Uwe Foullong vom ver.di-Bundesvorstand die Sicht seiner Gewerkschaft auf den Punkt. Ein Teil der Arbeitgeber habe die Politik des sozialen Konsenses verlassen und betreibe eine brutale Personalpolitik. Auch andere Versicherer segelten jetzt im Windschatten der Allianz. Für die von der Kündigung bedrohten Arbeitnehmer fordert ver.di den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis 2012 und Verhandlungen zur Standortsicherung. “Wir wollen Sicherheit für die Beschäftigten”, so Foullong.

Als positives Beispiel hob der Gewerkschafter die Karlsruher Versicherung hervor, hier gäbe es einen Haustarifvertrag mit ver.di, der den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen über mehrere Jahre und Standortsicherungen vorsehe.

Personalabbau auch im Bankgewerbe

Auch im Bankgewerbe sei der Personalabbau dramatisch. In den letzten sechs Jahren seien insgesamt 80.000 Stellen vernichtet worden. Die Commerzbank habe angekündigt, noch weitere 900 Stellen zu streichen, die Allianz-Tochter Dresdner Bank 2500. Es gäbe jedoch anders als beim Versicherungsgewerbe Signale der Verhandlungsbereitschaft. Auch hier seien Aktionen jedoch nicht gänzlich auszuschließen. Ergebnisse erwarte er erst gegen Ende des Jahres, betonte Foullong.

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