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GASTKOMMENTAR: Wie Sie Stress und Angstattacken bewältigen

lavender

Vor einiger Zeit kam ein junger Mann zu mir und wollte von mir das Meditieren erlernen. Seine Geschichte lautete: Er war Ende 20, arbeitete für eine große US-Investmentbank in London und machte eine schwierige Zeit durch. Er hatte seit etwa einem Jahr zunehmend mit Angstzuständen zu kämpfen. Es ging so weit, dass er es nicht mehr ertragen konnte, jeden Tag zur Arbeit zu gehen. Aus diesem Grund hatte er einen Unternehmensarzt besucht, der ihn zu einer sechswöchigen kognitiven Verhaltenstherapie sandte, um seine Angstanfälle in den Griff zu bekommen, die sein Leben zu übernehmen drohten.

Er absolvierte den Kurs und empfand es als hilfreich, die Gründe für die Angstzustände zu erkennen. Dennoch ließen ihn die Angstattacken nicht zur Ruhe kommen. Er konnte nicht mehr schlafen und mit seinen persönlichen Beziehungen ging es bergab. Er fühlte, dass er das Vertrauen seines Vorgesetzten und seiner Kollegen verlor.

Ich weiß nicht, wer ihn darauf brachte – vielleicht ein Freund oder sein Arzt, doch irgendwer schlug ihm vor, etwas gegen seinen Stress zu unternehmen. Auf diese Weise kam er zu mir und lernte zu meditieren.

Ich konnte ihn gut verstehen, da ich mit Ende 20 ebenfalls in der Geschäftswelt arbeitete. Damals baute ich eine Abteilung eines internationalen Verlagshauses in Australien auf, wobei ich ins kalte Wasser geworfen wurde. Da ich viele Geschäftsreisen unternehmen musste, arbeitete ich immer unter dem Druck von Jetlags. Ich wurde erdrückt von allem, was ich machen musste und ich fühlte, wie ich meine Balance verlor aufgrund von Sorgen und Müdigkeit.

Dann lernte ich zu meditieren. Dies wirkte sofort, weil ich mich in der 20minütigen Sitzung mehr erholte als im Tiefschlaf. Ich fühlte, dass ich den Boden unter den Füßen zurückgewann, erlitt weniger Angstzustände, verfügte über mehr Energie und war positiv eingestellt.

Als Meditationslehrerin weiß ich jetzt, dass meine Angstzustände auf angestauten Stress zurückgingen. Die tiefe Erholung aus einigen Minuten Meditation erlaubt es, Stress und Müdigkeit schneller abzubauen, als sie sich aufstauen. Dies kann kein noch so langes Gespräch über Stress leisten. Vielmehr müssen wir das Gegenteil unternehmen, wenn wir unter Stress leiden, wir müssen weniger aufgeregt werden und dem Körper die Chance geben, seine Balance zurückzugewinnen. Das ermöglicht uns entspannter und aufmerksamer zu sein und bessere Entscheidungen zu fällen.

Jillian Lavender ist Direktorin des London Meditation Centre

www.LondonMeditationCentre.com

www.NewYorkMeditationCenter.com

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