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IKB kommt beim Personalabbau kaum voran: Rote Zahlen werden immer größer

Der Hauptsitz der IKB in Düsseldorf.

Der Hauptsitz der IKB in Düsseldorf.

Beim angekündigten Abbau von 200 Stellen scheint die IKB nur langsam voranzukommen. Die Mitarbeiterzahl sank bei der Mittelstandsbank im zweiten Quartal lediglich um 18 auf 1498 Beschäftigte, wie aus den am heutigen Dienstag (14. März) publizierten Quartalszahlen hervorgeht.

Auch der Personalaufwand sank binnen Jahresfrist lediglich um magere 1,6 Prozent auf 38,6 Mio. Euro. Somit ließ die IKB rein rechnerisch für jeden ihrer Beschäftigten zwischen April und Juni knapp 25.800 Euro springen.

Allerdings hätte ein kräftigerer Tritt auf die Kostenbremse das Ergebnis des Mittelstandsfinanzierers kaum retten können. Denn der Verlust vor Steuern erhöhte sich binnen Jahresfrist noch einmal um 34,9 Prozent auf 116,5 Mio. Euro. Unter dem Strich musste das Institut sogar einen Konzernfehlbetrag von 138,6 Mio. Euro verkraften.

Heftig getroffen wurde die IKB von dem nachhaltig niedrigen Zinsniveau. So sank der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge um 34,1 Prozent auf 16,6 Mio. Euro. Die anhaltende Staatsschuldenkrise führte dazu, dass die Bank weitere Bewertungsverluste bei Staats- und Unternehmensanleihen in Höhe von 69,8 Mio. Euro hinnehmen musste.

Die Rückkehr in die schwarzen Zahlen scheint bei der IKB noch einige Zeit auf sich warten zu lassen. „Die IKB sieht gute Chancen, ihre Aktivitäten im Bereich von Beratungs-, Absicherungs- und Kreditprodukten zu erweitern. Aufgrund der nach wie vor hohen Kosten der Restrukturierung und der insbesondere aus Basel III folgenden Themen wird es noch Zeit brauchen, bis sich die Neuausrichtung nachhaltig positiv in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlägt“, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Die IKB war in 2007 als erste deutsche Bank vom Strudel der Finanzkrise mitgerissen worden. Später hatte der Finanzinvestor Lone Star die IKB übernommen. So lange die Bank nicht wieder Gewinne schreibt, dürfte es schwer sein, einen Käufer für die IKB zu finden – zumal Banken derzeit ohnehin Ladenhüter darstellen.

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