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Erfolgsmodell trotzt Krise: Mehr als die Hälfte der Luxemburger Exporte entfallen auf Finanzdienstleistungen

Luxembourg

Mit gerade einmal rund 500.000 Einwohnern zählt die Volkswirtschaft des Großherzogtums zu den kleinsten und erfolgreichsten innerhalb der EU. Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und Lebensstandard sind unerreicht. Erstaunlich ist, dass dieser Erfolg auch nach der Finanzkrise noch möglich ist.

Denn kaum eine Volkswirtschaft wird so von den Finanzdienstleistungen dominiert wie diejenige Luxemburgs. Laut der am heutigen Montag (13. August) vorgelegten Studie der nationalen Statistikbehörde Statec entfielen in 2010 über 80 Prozent der Exporte auf Dienstleistungen. Damit konnte sich Luxemburg seit den 70er Jahren aus der Abhängigkeit von der Stahlindustrie lösen, um sich in eine neue zu begeben.

Denn in 2010 machten die Finanzdienstleistungen allein über 50 Prozent der Gesamtexporte des Landes aus. Noch im Jahre 1995 waren es keine 30 Prozent gewesen. Daher stellt sich die Frage, ob die Volkswirtschaft nicht zu exponiert für Finanzkrisen ist. Die Statec-Studie erteilt der Kritik an der Dominanz der Finanzdienstleistungen in Luxemburg indes eine Absage. „Man sollte nicht aus den Augen verlieren, dass der Sektor selbst stark diversifiziert ist und dass auch der Rest des Dienstleistungssektors ebenfalls eine bedeutende Diversifizierung erfahren hat“, heißt es in der Studie.

Auch die Gewichte bei den Zielländern der Exporte haben sich in den vergangenen Jahrzehnten sukzessive verschoben. An erster Stelle steht zwar weiterhin Deutschland, doch anders sieht es auf den Plätzen zwei und drei aus. So spielt die Wirtschaftsgemeinschaft mit Belgien heute eine geringere Rolle, weshalb das Land auf den dritten Platz abgerutscht ist. Dagegen rückte Frankreich auf den zweiten Platz vor. Darüber hinaus gewinnt Asien zunehmend als Abnehmer Luxemburger Exporte an Bedeutung.

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